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Tourbeschreibung:
Tanzania – Safaris/Individuelle Tierbeobachtungen
Tanzania/Zanzibar - Gewürzinsel

Tansania 2006 - Safari und Sansibar
Bericht von Falko Rost

AFRIKA! Welcher Klang liegt in diesem Wort. Man spreche es einmal leise vor sich hin.. AFRRIKAA... die Wiege der Menschheit, der schwarze Kontinent und und und...

...oder probiert es mal damit: SANSIBAR... SANSSSIIBAAAR

Unser Entschluss nach Afrika zu fahren stand schnell fest, auch die Entscheidung Tansania als Reiseziel zu wählen war relativ flott getroffen. Schwieriger war schon die Entscheidung, die Organisation einem Reisebüro zu übergeben. Da wir aber nur 2 Wochen Zeit hatten, und davon nicht unnötige Tage mit der Organisation vor Ort vertütern wollten, bissen wir in den sauren Apfel und trabten zu Schulz-Aktiv-Reisen, um uns Rat zu holen.

Normalerweise sind wir solche Geizkragen, die nur den Flug buchen und alles weitere vor Ort selber organisieren. Aber dies soll gleich am Anfang gesagt sein, die Entscheidung Schulz-Aktiv-Reisen in die Organisation einzubinden war goldrichtig – alles hat perfekt geklappt und teurer als eine Organisation vor Ort war der ganze Spaß auch nicht. Und das schreibe ich jetzt nicht, weil dieser Bericht vielleicht auf der Website von Schulz-Aktiv erscheint, sondern weil es einfach mal so war.



Anreise (Dresden => Moshi; 1. und 2. Tag)

Los gings von der schönsten Stadt der Welt, erst per ICE nach Frankfurt und dort per Nachtflug nach Adis Abeba in Äthiopien. 3 Stunden später saßen wir im Flieger nach Kilimanjaro Airport im Norden Tansanias. Glücklicherweise saßen wir auf der richtigen Seite, unglücklicherweise war der höchste Berg Afrikas in Wolken gehüllt.



Die erste Nacht verbrachten wir in Moshi in einem recht lebhaften Hotel. Dieses wird als Ausgangspunkt für Safaris und für die Kili-Besteigungen genutzt. Irgendwie hatten wir permanent das Gefühl, dass alle da auf den Kili wollten, wir kamen uns schon ganz blöd vor, dass wir keine Antwort auf die Gipfelroute parat hatten.

Am Nachmittag bekamen wir Instruktionen von unserem Tourveranstalter „Zara“. Dort wurden wir über die Safaris der folgenden 5 Tage aufgeklärt. Den Rest des Tages verbrachten wir mit lecker Bierchen trinken, man musste sich da etwas beeilen, den sobald die Temperatur des Getränkes über 10 Grad stieg schmeckte es ziemlich plärig. Oder auch: viel hilft viel!



NP Lake Manyara (Tansania Festland; 3. Tag)

Natürlich waren wir ziemlich gespannt, was uns so erwartet und wie so ne Safari abläuft. Nach dem Frühstück packten wir alles zusammen und stellten uns dahin, wo das halbe Hotel schon stand und wartete. Gleich darauf lernten wir unseren Guide Salum und unseren Koch Asmani kennen. Mensch, einen eigenen Koch nur für uns – ganz schön feudal. Später haben wir dann mitbekommen, dass dies durchaus üblich ist und die Leute so eine Chance haben wenigstens etwas Geld zu verdienen. Man darf bei allem Touristenluxus nie aus dem Auge verlieren, dass Tansania zu den ärmsten Ländern der Welt gehört.



Das Auto, ein Jeep, wurde bis oben hin mit Zeug vollgepackt und dann ging es ab in Richtung Lake Manyara. Ca. 4 Stunden Fahrt lagen vor uns. Am frühen Nachmittag erreichten wir das Camp. Ein paar Kilometer vorher hatten wir die erste Giraffe gesehen. Wenn ich jetzt und später „wir“ schreibe, dann heißt das, Salum hat sie entdeckt, uns gezeigt und dann haben wir sie gesehen. Den umgedrehten Fall gabs eigentlich gar nicht, im Gegenteil wir haben bis zum letzten Tag gestaunt, was der Mann alles gesehen hat und vor allem wie er die schwarzen Punkte am Horizont in diese oder jene Tierart einsortiert hat – unglaublich, und: er hatte immer recht!

Der Nationalpark „Lake Mayara“ ist ein relativ Kleiner. Zwei Drittel der Fläche sind von einem See bedeckt. Der ganze NP liegt in einem Tal und ist damit vom Umland relativ klar abgetrennt. Hier soll es Löwen geben, die auf Bäumen leben, angeblich um sich vor der Tsetse-Fliege zu schützen. Leider haben wir keinen dieser Löwen gesehen, zum Glück auch keine Tsetse-Fliegen. Das erste, was uns im NP begegnete war eine Horde Paviane, die in einer langen Reihe am Wegrand entlang liefen. Wir hatten inzwischen das Dach aufgeklappt und sahen oben aus der Lucke heraus – das heißt aber nicht, dass wir jetzt das Getier schneller als Salum entdeckten.



Auch sehr schön waren die sogenannten Leberwurstbäume. Bäume mit herabhängenden Früchten, die aussehen wie Leberwürste – lustig. Am beeindruckendsten in diesem Park waren die Elefanten. Unzählige waren da und die liefen teilweise nur wenige Meter vom Auto entfernt an uns vorbei. Da haben wir schätzungsweise hundert Bilder nur mit Elefanten geknipst.



Der animalische Höhepunkt war allerdings die Beobachtung eines Gepards. Da die Safari-Guides sich dank moderner Kommunikationsmittel untereinander verständigen, kommt es bei Besonderheiten regelmäßig zu kleinen Autoansammlungen. Und die Beobachtung eines Geparden zählt auf jeden Fall zu diesen Besonderheiten. Leider war das Tierchen ganz schön weit weg und hatte sich noch dazu in den Schatten eines Baumes gelegt, so dass ich mit meinem 200er Tele meine Mühe hatte – geknipst habe ich trotzdem 10 Bilder, logisch.



Am Abend wurden wir das erste Mal von Asmanis Kochkünsten überrascht, es war wirklich lecker, was er da unter diesen Bedingungen zusammengekocht hat.



NP Ngorongoro-Krater (Tansania Festland; 4. Tag)

Zum Ngorongoro-Krater waren es wieder ca. 2 Stunden Fahrt. Von der Straße hatten wir noch einmal einen herrlichen Blick auf den Lake Mayara. Salum erklärte uns noch, wo das Seewasser herkommt und dann gings weiter. Am NP-Eingang vom Ngorongoro war die schöne neue Asphaltstraße zu Ende, von nun an ging es nur noch über Schotterpisten. Und weil es wahrscheinlich irgendwie dazugehört, durften wir auch gleich noch den platten Reifen wechseln. Dazu musste sich Salum das Werkzeug von mehreren anderen Jeeps borgen – na zum Glück ist uns das nicht mitten in einem Löwenrudel passiert.

Gegen Mittag erreichten wir den Kraterrand und hatten einen traumhaften Blick in den Ngorongoro-Krater. Der Krater ist ein ehemaliger Vulkan, der in sich zusammengebrochen ist. Es wird vermutet, dass der Berg ursprünglich genauso hoch war wie der Kilimanjaro. Heute hat sich darin auf ca. 100 qkm eine einzigartige Tierwelt erhalten, im Ngorongoro-Krater gibt es die weltweit höchste Löwendichte. Nur Giraffen gibt es hier nicht, da diese die steilen Berghänge nicht runterkommen. Dafür gibt’s hier aber auch Maasai, die ihre heiligen Kühe zum Weiden in den Krater treiben dürfen.



Unser Zeltlager war am oberen Kraterrand. Nachts weideten die Zebras zwischen den Zelten und am Abend marschierte schon mal ein Elefant durchs Camp.

Den Nachmittag nutzten wir zu einer ausgiebigen Safaritour. Hitze und Staub mussten ertragen werden, aber das hat sich wahrlich gelohnt. Wir sahen tausende Gnus, Zebras und Antilopen, einige Hyänen und in weiter weiter Ferne ein Nashorn. Dieses war mit bloßem Europäerauge nur als schwarzer Punkt am Horizont zu erkennen. Erst das Fernglas bestätigte Salums Vorhersage. Da es im gesamten Kratergebiet nur noch 18 Nashörner geben soll, war das natürlich schon etwas besonderes.



Nachdem wir eine ganze Weile dem Treiben der Nilpferde im Hippopool zugeschaut hatten, waren wir schon ziemlich auf dem Rückweg, als plötzlich zwei Löwen am Wegesrand lagen und ihre fetten Bäuche in die Sonne hielten. Beide waren sichtlich satt und faul. Wir beobachteten sie ca. eine halbe Stunde, aber es passierte nicht wirklich viel. Salum klärte uns über diverse Lebensgewohnheiten auf und ich öffnete mir erst mal eine Dose Bier. Es gibt keinen würdigeren Platz auf der Welt, um ein schönes Bierchen zu trinken. Prost.



Serengeti (Tansania Festland; 5. bis 7. Tag)

Nachdem wir in den beiden vorangegangenen Tagen 2 kleinere Nationalparks besucht hatten, widmeten wir uns nun dem Symbol Afrikas schlechthin – der Serengeti. Drei Tage hatten wir dafür Zeit. Unser Camp lag mitten drin, hatte keine Zäune, kein fließend Wasser, Duschen, aus denen kein Wasser kam und Plumpsklos. Das alles bei über 30 Grad im nichtvorhandenen Schatten ist sicher nicht jedermanns Sache, aber wer was sehen will, muss leiden. Salum gab auch neue Verhaltensregeln für die Nacht aus: Zelt nur im dringendsten Fall verlassen und wenn schon, dann gleich neben das Zelt machen. Als wir am Abend die Hyänen heulen hörten, war uns alles klar.

In den 3 Tagen Serengeti haben wir alles gesehen, was man so als Safaritouri erwarten kann. Löwen in reichlicher Anzahl, einige Geparden (diesmal direkt am Auto), einen Leoparden, Giraffen, Nilpferde, Krokodile, Affen, Geier, unzählige Vögel und und und... Nur einen richtigen Beutezug durften wir nicht erleben, schade, aber so bleibt noch etwas für eine nächste Reise. Diverse Impalas und ein einsames Baby-Gnu hatten zumindest in unserer Gegenwart das Glück nicht zum Raubtierfrühstück zu werden.



Für die Mittagspause des zweiten Tages hatte ich mir noch eine ganz besondere Überraschung aufgehoben. Ein Radeberger! Hm, so gut hat selten ein Bier geschmeckt!



Am insgesamt 5. Safaritag ging es zurück nach Moshi. Wieder in dasselbe Hotel, erst mal ordentlich duschen und dann beim Bierchen trinken aufpassen, dass die Brühe nicht zu warm wird.



Weiterreise nach Sansibar (Moshi => Stone Town; 8. Tag)

Die erste Hälfte unseres Urlaubs war vorbei, anschließen sollte sich eine völlig andere zweite Hälfte. Wir wurden zum Flughafen gebracht und bestiegen einen Inlandsflug nach Sansibar. Der dauerte ca. eine Stunde. Die Hitze auf Sansibar war unglaublich – ich hätte erwartet, dass es aufgrund des Ozeans etwas frischer ist, aber Pustekuchen. Eine Affenhitze und kein laues Lüftchen. Vom Flughafen wurden wir in ein nobles Hotel in der Stone Town gebracht.



Stone Town (Insel Sansibar; 8. und 9. Tag)

Das Hotel war allererste Sahne, voll kolonial und direkt am Meer. Nachts hörte man die Wellen rauschen. Das Bad war orientalisch gefliest und die Möbelstücke sahen unverschämt teuer aus. Da es aber keine perfekten Dinge auf der Welt gibt, hatte auch das Hotel seinen Haken – es herrschte absolutes Alkoholverbot. Wenn man weiß, dass auf Sansibar die meisten Menschen muslimischen Glaubens sind, dann leuchtet das wieder ein – blöd war es trotzdem, allerdings waren wir ja auch nur eine Nacht hier.



Als sich die größte Hitze etwas gelegt hatte, erkundeten wir die Stone Town. Was wir da so alles sahen, war allerdings nicht mehr allererste Sahne. Dummerweise waren wir auch zuerst in den falschen Ecken, allerdings sahen auch die guten Ecken wenig erbaulich aus. Stone Town ist ein dreckiger Ort, wo sich der Glanz alter Tage wirklich nur noch erahnen lässt. Eine richtige Empfehlung ist Stone Town allerdings wahrlich nicht.



Berühmt geworden ist Stone Town durch den Sklavenhandel nach Indien. Hier war sozusagen die Sperrspitze des afrikanisch-indischen Sklavenhandels. Es gab einen riesigen Sklavenmarkt und jede Menge reiche Leute. Irgendwann später war die Insel auch mal im deutschen Einflussbereich (sie war allerdings nie Teil der Kolonie), bis sie 1890 an die Engländer gegeben wurde, im Tausch gegen Helgoland. Ein Sandkorn gegen eine Perle. Historisch gesehen war es etwas komplizierter, aber das kann ja nachlesen wer will.

Relativ preiswert und recht ansehnlich sind die Ölgemälde, die man überall in der Altstadt kaufen kann. Man kann wahrlich keine Stilunterschiede finden, irgendwie sieht alles relativ gleich aus. Irgendwann hat da mal einer angefangen und als die anderen gesehen haben, dass man davon gut leben kann, haben alle es nachgemalt. Aber wie gesagt, es ist trotzdem recht ansehnlich und bei uns hängen jetzt auch 2 Bilder in der guten Stube.

Der schönste Ort in der Stone Town ist das Africa House zum Sonnenuntergang. Auf einer Terrasse im Obergeschoss sitzt man bei lauschigen Temperaturen und Livemucke und beobachtet mit einem kühlen Pils in der Hand den Sonnenuntergang. Das ist der Traum von Afrika, den man zu Hause träumt. In diesem Augenblick gibt es keinen schöneren Platz auf der Welt, die Zeit könnte stehen bleiben und alles um einen ist plötzlich scheißegal. Was interessiert es dort auf dieser Terrasse noch, wann die blöden Bahngleise in Kleinsiehstenicht erneuert werden sollen? Projekt noch nicht fertig? Na und!



Und natürlich haben wir auch das Zentralstadion von Sansibar gesehen, wir grüßen Oliver Pocher. Wer jetzt nicht weiß, wer Oliver Pocher ist, hat entweder kein Interesse am internationalen Fußball oder muss morgens immer sehr zeitig aufstehen.



Sansibar / Uroa White Villa (9. bis 13. Tag)

Als wir auf dem Weg an die Ostküste die Insel durchquerten, konnten wir erahnen wie fruchtbar dieses Land ist. Eine grüne Insel, und wenn alle Menschen wegziehen würden, würde sich wohl innerhalb weniger Jahre wieder ein dichter Urwald bilden. Das wird natürlich nicht passieren, aber einen höheren Lebensstandart, das sollte man eigentlich hinbekommen. Ist aber auch leicht gesagt aus dem Touriblickwinkel.

Die Ostküste ist jedenfalls viel ursprünglicher als erwartet. Hier gibt es keine Bettenburgen, dafür kilometerlange schneeweiße Sandstrände ohne eine Menschenseele. Wer das braucht, der kann getrost hierher kommen. Wir suchen sonst eher den Hype, da ist man hier an der falschen Stelle. Es gibt eben einfach nichts außer Sand und Meer. Vielleicht ist das ja auch der Grund, warum wir uns am Ende so gut erholt haben.

Die Uroa White Villa besteht aus 4 Bungalows und einem Haupthaus mit vielleicht 7 oder 8 Zimmern. Da wir ganz alleine da waren, hatten wir den Bungalow genau am Strand. Man mag es nicht glauben, aber selbst da gab es Moskitos. Das war kein Grund zur Panik, da natürlich alle Räume mit Moskitonetzen bestückt waren, aber erstaunt hat es uns schon. Ich war immer in dem Glauben, dass es direkt am Ozean keine Moskitos gibt.



Trotz der Einöde gelang es uns dank Jumas (er möge uns verzeihen, wenn der Name hier falsch geschrieben ist) Hilfe einiges zu unternehmen. Juma ist der einheimische Verwalter der kleinen Anlage. Getreu dem Motto, wo nur zwei Gäste sind, da sind diese zwei Gäste die Könige schlechthin, umsorgte und bewirtete er uns. Auf die Delfin-Tour kam er sogar höchstpersönlich mit, wohlwissend, dass er so am anderen Ende der Insel seine Kumpels besuchen konnte.

Am ersten Tag gingen wir auf Spicetour. Sansibar wird ja auch die Gewürzinsel genannt. Warum das so ist, lernten wir auf unserem Gang über eine staatliche Gewürzplantage. Unser Guide sprach zum Glück deutsch, so das die Verständigung und das Verstehen für uns einfacher war als sonst. Wer kennt schon alle möglichen Gewürznamen in der englischen Sprache? Und davon gabs jede Menge. Immer wieder hieß es Blätter oder Wurzeln zerreiben und dran riechen. Hm, kam einem alles irgendwie bekannt vor, aber... wie hieß denn das gleich...das hab ich doch schon tausendmal gerochen...das steht doch auch bei uns im Schrank, oder... ?



Am Abend gabs riesige blaue Hummer.

Am zweiten Tag waren wir auf Delfin-Tour. Wir haben zwar nicht einen einzigen Delfin gesehen, aber der Tag hatte es trotzdem in sich. Juma hatte seinen freien Tag und fuhr mit uns mit den Local Busses (Dalla Dalla) zum anderen Ende der Insel. Den Local Bus stellt man sich als einen Kleintransporter mit aufgebauten überdachten Sitzbänken in U-Form vor. Sitzen durften die, die zuerst da waren, der Rest hing einfach hinten dran. Wir haben Trauben von 10 Leuten beobachtet, die hinten dranhingen. Auf den Dächern wurde alles transportiert, was man halt so dabei hat, wenn man auf Reisen geht, Gepäck, Feuerholz, Haifische,...



Als wir nach ca. 4 Stunden an der Südspitze von Sansibar ankamen bestiegen wir ein Boot, um uns die Delfine anzusehen. Nach 2 Stunden hieß es dann, dass es den Delfinen wahrscheinlich zu warm ist und diese sich weiter weg von der Küste aufhalten. Hm, ist uns gar nicht aufgefallen, dass es den Tag wärmer war als an anderen Tagen und das es 10 Kilometer weiter weg kühler sein sollte leuchtete uns auch nicht so recht ein. Naja bezahlen durften wir trotzdem. Immerhin haben wir noch ne schöne Schnorcheltour gemacht. Wirklich schlimm aber war, dass das Bier am Bootsanleger alle war, als wir an Land zurück waren. Als Entschädigung für die entgangenen Delfine gabs nicht mal Bier – da war ich wirklich etwas angenervt, zumal das Kühlfach noch voll war, als wir 3 Stunden vorher losgefahren waren.

Am Abend gabs drei verschiedene Sorten feinsten Fisches.

Am dritten Tag haben wir gefaulenzt. Ich habe zumindest vor dem Frühstück mein Lauftraining wieder aufgenommen und bin mal 20 Minuten den Strand hoch und runter gerannt. Dann hat es aber auch gereicht, zumal das Thermometer schon beim Frühstück 28 Grad gezeigt hat. Im Laufe des Tages haben wir einige Pils verhaftet und dabei das populärste einheimische Spiel Bao in seiner einfachsten Ausführung gelernt. Wir haben dann stundenlang gespielt und den ganzen Haufen Bohnen von einem Loch ins nächste verteilt.

Am Abend gabs einen riesigen leckeren Fisch.



Am vierten Tag haben wir eigentlich auch wieder gefaulenzt, aber am Nachmittag gabs zum krönenden Urlaubsabschluss noch eine Fahrt in einem einheimischen Boot, einer Dhau. Dies sind die einmastigen Holzsegelboote und die Mitfahrt für Touristen ist eigentlich nur mit Sondergenehmigung möglich. Zum Glück war aber das Motorboot kaputt, also mussten wir mit der Dhau auf Schnorcheltour gehen. Das Schnorcheln wurde zur absoluten Nebensache, Hauptsache war Dhau fahren. Man war das cool!

Am Abend gabs rote Hummer und Fisch.



Nach dem Essen brachte uns Juma noch die schwierigere Variante von Bao bei. Nach ca. 2 Stunden hatten wir es etwa begriffen, inzwischen isses aber wieder weg. Obwohl wir extra noch ein Brett und Bohnen zum Spielen gekauft haben. Alles wie immer...



Rückreise (Sansibar => Dresden; 14. und 15. Tag)

Von den Uroa White Villas gings zum Fährhafen in Sansibar Town, der war ohne jegliche Ausschilderung dafür mit viel Chaos, logisch. Natürlich standen wir auch erst mal am falschen Kahn, aber am Ende sind wir doch noch nach Dar es Salam gekommen. Von da gings mit dem Flieger weiter nach Adis Abeba. Dort wurde das Spiel um Platz 3 des Afrika-Cup geschaut, Nigeria – Senegal 1:0. Das Finale hat einen Tag später Ägypten als Gastgeber gegen die Elfenbeinküste gewonnen.



Von Adis Abeba ging es per Nachtflug zurück nach Frankfurt und von da wieder per ICE zurück in die schönste Stadt der Welt – nach Dresden.


Und sonst...

...gibt’s auf dieser Seite immer interessante Neuigkeiten aus Tansania in deutscher Sprache: http://www.bagamoyo.com/de/index_de.html

...danken wir noch mal dem Schulz-Aktiv-Reisen-Team, insbesondere Herrn Olaf Schau, für die Zusammenstellung der einzelnen Reisebausteine.


Und wer wird Fußballweltmeister? Auf dem Flughafen in Adis Abeba war man sich einig: Afrika! Wer genau ist egal, aber Afrika! Na ja..., ich glaub ja auch noch dran, dass Dynamo irgendwann mal in die 1. Liga aufsteigt.


Aufgeschrieben im April 2006 in Dresden.

Falko Rost


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