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Nach drei Jahren mache ich mich wieder auf den Weg zum afrikanischen Kontinent.

Wird es genauso wie in Kenia? Wie stehen die Chancen, die Big Five als Erinnerung festzuhalten? Gibt es unendlich weite Ausblicke in eine eindrucksvolle Landschaft? Und werden Eindrücke entstehen, die unvergesslich sind?

Mit diesen Gedanken verlasse ich am 24.02.2007 für mehr als drei Wochen Deutschland - zunächst in Richtung Südafrika.

25.02.2007. Landed in Cape Town. Bei wolkenlosem Himmel erkunde ich am Nachmittag die Victoria & Albert Waterfront. Der Stadtbummel im Hafenviertel ist genau der richtige Einstieg in das sonnige Wohlfühlwetter und den Urlaub.



Nach dem Frühstück fahren wir los und entscheiden kurzfristig, dass der Tafelberg schon am Morgen erklommen wird, bevor es sich das Wetter noch anders überlegt. Die Seilbahn bringt zum Plateau. Vor hier lässt es sich fantastisch auf die Hauptstadt herunterschauen.

Kurze Zeit später geht es weiter mit unserem Ausflug über die gesamte Kaphalbinsel- vorbei an den Zwölf Aposteln, der Hout Bay bis zum stürmischen Cape Point mit Blick auf das Cap der guten Hoffnung. Ein herrliches Bild, dass schnell vergeht. Plötzlich verschwindet alles in einer Wolke.

Zum Abschluss der Rundfahrt steht Simon`s Town auf dem Programm In der Stadt mit der Pinguinkolonie außerhalb der Antarktis schauen wir uns dann die kleinen „Fracktiere“ an.




Wir verlassen Kapstadt und machen uns auf in Richtung Norden. Ein kurzer Stop in Stellenbosch und auf dem Weingut Delheim. Für den Sundowner am Fish River Canyon nehmen wir ein paar Flaschen des guten Tropfens mit. Unsere Zelte schlagen wir in der Nähe der Cedarberge mit den heißen Quellen auf.



Die Fahrt wird lang und länger. Aber der traumhafte Campingplatz am Oranje entschädigt für die weite Reise und der Blick aus der Dusche auf die Abenddämmerung am Fluss entspannt. Ich denke dabei schon an morgen, wenn es mit den Kanus flussabwärts geht.



Gut gestärkt und mit Schwimmweste am Körper steige ich ins Kanu. Ich genieße die Tour durch die reizvolle Landschaft. Als es uns zu heiß wird, nehmen wir kurzerhand ein Bad im Fluss. Arme und Beine sind auch noch vorhanden, als die Abkühlung beendet ist.




Der Fish River Canyon ruft. Wir überqueren die Grenze zu Namibia und der Kilometerzähler läuft. Am Nachmittag zieht sich dann der Himmel zu. Die Hoffnung auf einen einmaligen Sonnenuntergang gebe ich aber erst mal nicht auf..

Dann stehen wir am zweitgrößten Canyon der Welt. Ich bin beeindruckt – welche tiefen Schluchten! Mit einem leckeren Tropfen aus der Stellenbosch-Region lässt sich die Abendstimmung auch bei bedecktem Himmel genießen.





Es ist immer noch bewölkt. Auf dem Weg nach Lüderitz zeigen sich dann im Namib Naukluft Park die ersten afrikanischen Tiere. Doch als wir dem Atlantik näher kommen, verschwinden die Wolken.

Der Höhepunkt des Tages ist der Besuch der alten Diamantenstadt Kolmanskop. Spannende Geschichten über die verlassene Stadt mit dem vielen Sand und interessante Momente in herumstehenden Badewannen, machen den Rundgang zu einem echten Erlebnis.




Die Nacht war sehr kalt. Beim Frühstück frieren die Finger. Also, schnell essen, Auto beladen und hinein in unser Gefährt. Nach einigen Stunden Fahrt schlage ich dann mein Zelt unter einer alten, knorrigen Kameldornakazie auf und langsam kommt auch richtiges Afrika-Feeling auf. Nach dem Besuch des Wüstenhauses „Schloss Duwisib“ genieße ich einen Super-Sonnenuntergang im Süden Afrikas.




Wir kämpfen uns vor in die Namib. Bis Sossusvlei. Vorher mache ich noch eine Stippvisiste im Sesriem Canyon. Es lohnt sich , in die tiefen Schluchten hinabzusteigen. Hinter jeder Ecke entstehen trotz der herrschenden Mittagshitze immer neue Eindrücke.

Später schlagen wir die Zelte im Wüstensand auf. Gegen Abend lasse ich die gewaltigen roten Dünen der Wüste auf mich wirken. Die Schatten fangen an zu wandern und von der „Düne 45“ nehme ich bleibende Erinnerungen mit.



Es ist noch dunkel und es weht. Der Sandsturm bringt auch etliches von dem Feinkörnigen in mein Zelt. Überall finde ich die Ministeine. Frühstück fällt aus. Es ist einfach unmöglich. Stattdessen wird alles in Windeseile im Jeep verstaut. Nachdem wir dem Wetter entflohen sind, gibt’s zur Stärkung erst einmal köstlichen Apfelkuchen. Danach ist meine Welt wieder im Lot.

Wir fahren, fahren, fahren . . . . Es geht vorbei an öden Hügellandschaften, weiten Steppen und Ebenen. Trotz des Wechsels der reizvollen Landschaften, scheint die Reise kein Ende zunehmen.

In den Nachmittagsstunden beziehen wir unsere Bungalows im Städtchen Swakopmund.

Ich befreie mich, meinen Schlafsack – überhaupt mein gesamtes Gepäck- vom roten Sand. Anschließend entspanne ich am Atlantik-ohne Sandsturm.



Noch im Nebel starten wir unseren nächsten Ausflug. Aber nicht per Auto, sondern per Boot.

Wenige Minuten später beobachte ich dann auf dem Atlantik Delphine, Pelikane und Robben.

Es geht weiter in Richtung Norden. Wir bauen unsere Zelte auf. Ein genialer Übernachtungs- ort- direkt vor der Spitzkoppe! Ein Rundgang durch die einmalige Natur um den alten Berg beschert mir einmalige Aussichten.

Im Camp finden sich nicht viele Touristen. Dafür aber ein fantastisches Plätzchen für einen Sonnenauf und -untergang.



Nach kurzem Abstecher in die Hauptstadt Windhoek, heißt es : It`s Etosha-Time. Zweieinhalb Tage voller Spannung. Im Dunkeln schleichen Schakale über den Campingplatz. Nachts höre ich Löwen brüllen. Etliche Tiergeräusche kann ich nicht wirklich definieren. Auf Früh- und Abendpirsch laufen uns Zebras über den Weg, stehen Giraffen direkt vor unserem Jeep und es grasen unzählige Springböcke auf der weiten Ebene. Es ist einfach unbeschreiblich.

Die abendliche Stimmung am Wasserloch versuche ich per Foto einzufangen und die Begegnung mit Gepard und Elefant hinterlässt einen bleibenden Eindruck.




Wir nähern uns dem Okavango und zelten direkt am Ufer, bevor es in das gleichnamige Delta nach Botswana geht.

Am nächsten Tag muss ich für die „2-Tage-Robinson-Tour“ mein Gepäck minimieren.: ein Tagesrucksack, Kamera und 10 Liter Wasser pro Person – mehr gibt der Stauraum in den Mokoros nicht her. Ich beobachte die Guides und frage mich, was wir weit ab der Zivilisation inmitten der unberührten Natur auf der Deltainsel erleben werden?



Etwas unausgeschlafen sitze ich am Morgen darauf in meinem Mokoro, um die nächste Insel anzusehen. Wie doch ein nächtlicher Nilpferdbesuch einem den Schlaf rauben kann.

Gemeinsam mit unserem Guide spazieren wir über die Inseln, erfahren Interessantes über Flora und Fauna.

Und plötzlich: „Versteckt Euch hinter dem großen grünen Busch und seid ruhig.“ - Elefanten mit Jungtieren auf 20 Meter. Unfassbar nah und deshalb unvergesslich.




Wir reisen wieder nach Namibia ein und stellen unsere Zelte am Ufer des Kwandos auf. Wieder bietet sich ein herrlicher Blick auf den Fluss.

Die Stunden am Nachmittag nutzen wir für einen Bootsausflug mit Flusspferd-Seh-Garantie.

Es ist faszinierend, die riesigen Kolosse zu beobachten.



Auf geht´s nach Zambia. Wir erreichen Livingstone und bald auch unser Camp am Maramba River.

Dann höre ich es schon von weitem: Ein unglaubliches Rauschen kündigt die Wasserfälle an. Mit meinem Regencape bin ich gut bedient, denn an den Fällen habe ich das Gefühl, dass pausenlos ein Eimer Wasser über mir ausgekippt wird.



Der letzte Tag meiner Reise ist gekommen. Es ist nach der langen Zeit ein komisches Gefühl, wieder zurückzureisen. Aber wie lautet ein Sprichwort: Das Beste zum Schluss.

So steige ich in den Helikopter und schaue mir den Zambesi und die Victoria Falls aus der Vogelperspektive an. Einfach unbeschreiblich.

Am 22.03.2007 kehre ich mit vielen Ein- und Ausreisestempeln im Reisepass und Unmengen an Fotos wieder nach Deutschland zurück. Wenn auch die Reise beendet ist, die Erlebnisse und Eindrücke bleiben!


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