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Reisebericht Nordportugal

Die Region zwischen den Flüssen Minho und Douro ist die Wiege Portugals. Hier entstand im 11. Jahrhundert aus der Grafschaft „Portucale“ das unabhängige Königreich Portugal. Diese Jahrhunderte alten Geschichte prägt bis heute den Charakter des nördlichen Portugals. Unberührt von den Touristenströmen, die sich an die Strände der Algarve im Süden oder in die Metropole Lissabon ergießen, gibt es hier das ursprüngliche – und wie Portugiesen meinen das echte – Portugal zu entdecken. Zu entdecken gibt es neben der einmaligen Landschaft – der Norden Portugals ist üppig grün und bergig – auch die Städte mit ihren prächtigen Kirchen, engen Gassen und stolzen Palästen.



Porto, die Kapitale Nordportugals, liegt an der Mündung des Douro-Flusses. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, im Jahr 2001 war Porto Kulturhauptstadt Europas.



„In Braga betet man, in Porto arbeitet man und in Lissabon lebt man.“ Sagen die Portugiesen und spielen darauf an, dass die katholische Kirche im Norden des Landes eine stärkere Rolle spielt als im Süden. Die Bewohner Portos gelten zudem als besonders fleißig und geschäftstüchtig. Das heißt allerdings nicht, dass die Portuenser nicht wüssten, wie man es sich gut gehen lässt – wie hier in auf einer Caféterrasse an der „Ribeira“, dem ältesten Teil Portos direkt am Fluss. Der Café wird übrigens meist als Espresso getrunken – allerdings heißt er in Porto „Cimbalina“, nach dem italienischen Hersteller der Cafémaschinen „Cimbali“.



Portwein ist sicher der bekannteste Exportartikel Portos, benannt nach der Stadt selbst. Genau genommen kommt er aber gar nicht aus Porto, sondern aus Vila Nova de Gaia, gelegen am Südufer des Douro gegenüber von Porto. In Gaia stehen sämtliche Portweinkeller, ein Besuch (natürlich mit anschließender Verkostung) lohnt sich. Die vielen am Kai vertäuten Portweinschiffe dienen heute nur noch zu Werbezwecken, früher wurde auf ihnen der Most aus den douroaufwärts gelegenen Weinbergen in die Stadt gebracht.



An der Grenze zu Spanien liegt der Nationalpark Gerês. Karge Felslandschaften und in grüne Wälder eingebettete Seen wechseln sich ab. Der Park ist durchzogen von kleinen Flussläufen, von den Gipfeln hat man einen herrlich weiten Blick übers Land.




Die Dörfer im Nationalpark sind malerisch, die Gastfreundschaft der Portugiesen sprichwörtlich. Viele Familien im Norden betreiben Landwirtschaft als Nebenerwerb, und versorgen sich so selbst mit den leckeren Spezialitäten des Nordens…



Alte gemauerte Wasserleitungen dienen den Wanderern heute als Weg. In den heißen Sommermonaten ist die Versorgung der Felder mit Wasser wichtig, in den Wintermonaten hingegen fällt genügend Regen.



Sogar die Tiere in Nordportugal sind wohl katholisch erzogen…



Blick über die Küste bei Viana do Castelo



Der Atlantik im Norden ist rau, die Strände endlos und leer. Wer sich nicht wagemutig in die Brandung stürzen will, kann das Schauspiel auch von der Terrasse eines Strandcafés genießen…



Bilder von Lydia Hohenberger & Juergen Strohmaier, Reiseleiter unserer Nordportugal-Reise.


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