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Nepal - "Adventsstimmung auf dem Royal Trek"

Foto-Reisebericht von Tina Henker
Reisezeitraum: Dezember 2013

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Der Royal-Trek bekam 1990 seinen Namen verliehen, als Prinz Charles mit einem Gefolge von 90 Personen diesen Weg beschritt. Der Trek ist gekennzeichnet durch leichte Bergwanderungen über drei Tage mit Tagesetappen zwischen 4 und 6 h. Die maximale Trekkinghöhe beträgt 1262 m und gibt spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden 8000er, wie beispielsweise die Annapurna-Gruppe frei. Ausgangspunkt für die Tour ist Kalikasthan und der Endpunkt in Begnas Tal Bazar. Durch die Lage des Treks in subtropischer Landschaft ist er von Ende September bis Anfang Juni bewanderbar. Ein Kleinod zu Füßen der 8000er!



Die Reise beginnt in Kalikasthan, ca. 45 Fahrminuten von Pokhara entfernt. Bereits in Kalikasthan wird die Besonderheit dieses Treks spürbar – die Kultur und die Lebensweise der dort lebenden Gurung, in die wir in den kommenden drei Tagen eintauchen werden, versprühen ihren Charme. Jedes Dorf lädt zum Verweilen ein.



Am Ausgangspunkt angekommen, werden einmalige Ausblicke auf Machhapuchhare und die umliegenden Berge frei. Unter tiefblauem Himmel bei angenehmen 20 °C wandernd, kann man die Ruhe abseits touristischer Hauptpfade sehr genießen. Außer Einheimischen treffen wir hier niemanden an.



Die erste Etappe führt zunächst noch einem breiteren Weg folgend durch Gurungdörfer. Dann verliert sich der Weg in kleinen Pfaden und schlängelt sich durch malerische Landschaft an Chitepani und Majhasthan vorbei. Es geht zwischen terrassierten Feldern einen Bergrücken hinauf nach Syaklung. Der Pfad gibt immer wieder atemberaubende Ausblicke auf Annapurna und Lamjung Himal frei.



Alles blüht in verschwenderischer Hülle und Fülle. Engelstrompeten, riesige Kürbisse, Tomatenbäume, Bananenstauden und Apfelsinenbäume tragen üppige Früchte.


Weihnachtsstern 
Engelstrompeten säumen den Wegesrand ... 
... und manchmal auch ein tierischer Gefährte (Wasserbüffel) 

In den Dörfern ziehen wir neugierige Blicke auf uns. Überall werden wir mit einem freundlichen "Namasté!" begrüßt. Niemand außer uns scheint im nordöstlichen Pokhara-Tal unterwegs zu sein.



Diese Art von Wasserbehälter ist einmalig in Nepal und nur in diesem Gebiet vorzufinden. In der Monsunzeit, die von Juni bis September für Niederschläge sorgt, füllt sich der Behälter. Dieser Vorrat muss dann bis zur nächsten Regenzeit reichen.  

Nach weiteren 3 h gemütlicher Wanderung erreichen wir unser Tagesziel, das beschauliche Dorf Syaklung. In einer kleinen Lodge kommen wir oberhalb des Weges unter und haben gleichzeitig atemberaubende Ausblicke auf die Annapurna-Kette. Die Lodge kann 4 Gäste beherbergen. Mein Zimmer teile ich mir mit einem riesigen Vorratsbehälter gefüllt mit Reis.



Angekommen, gibt es zunächst Weihnachtsstollen – es ist der 2. Advent. Dazu eine Tasse Kaffee und herrliche Ausblicke auf die uns umgebenden 8000er, die in der Ferne den Horizont begrenzen. Unser Blick schweift über die Gipfel von Annapurna Süd, Machhapuchhare, Annapurna III und IV. Von hier aus können wir sogar bis zum Lamjung Himal und weiter östlich bis zu Manaslu und Chilu blicken.


Gekocht wird auf offenem Feuer ... 

… oder in kleinen Lehmöfen. Ein traditionelles und in der nepalesischen Küche weit verbreitetes Gericht ist Dal Bhat. Es besteht aus gekochtem Reis (Bhat) und der Linsensuppe (Dal) sowie Gemüse der Saison.


Abendstunden in Syaklung 

Die letzten Sonnenstrahlen tauchen die Annapurna-Kette in malerisches Gold. Die markante Spitze der Annapurna II mit den steil emporragenden Felswänden (rechts im Bild) ist von überall gut sichtbar.

Mit der untergehenden Sonne zieht auch langsam Stille im Dorf ein bis plötzlich der lokale Bus vor unserem Haus anhält und ein wildes Spektakel beginnt, als der dieser mit unzähligen Tischen von eifrigen Männern und Frauen unter Johlen und Lachen beladen wird. Das Mobiliar für eine Hochzeitsgesellschaft wird zusammengetragen. Als dieses auf dem Dach des Busses verladen ist, verschachteln sich schließlich die noch übrig gebliebenen Fahrgäste gekonnt zwischen Tischen, Stühlen und Bänken. Der Bus fährt los und es kehrt wieder Stille ein.

An nächsten Morgen wurden wir bereits im Morgengrauen von klapperndem Geschirr, geschäftigem Treiben auf der Straße und gedämpften Gemurmel geweckt. Es ist 6 Uhr. Für das zeitige Aufstehen werden wir mit einem unvergleichlichen Bergglühen und dann mit einem reichhaltigen Frühstück belohnt. Es gibt Tibetean Bread zusammen mit Rührei und Kaffee.


Frühstücksplatz mit Aussicht (Syaklung) 

Nach einem langen und ausgedehnten Frühstück setzten wir unser Trekking auf dem Royal Trekk fort. Der Weg führt weiter nach Chisapani ...



Unterwegs gibt es auch immer wieder die Möglichkeit, Getränke zu kaufen. Die Ziege aber muss da bleiben ... :)  
Die idyllisch gelegene und von uns liebevoll "Puppenstubenlodge" genannte Unterkunft in Chisapani. Die Fenster sind so klein, dass man sich wie ein Riese vorkommt. Von hier aus wandert man ca. 2 h bis nach Begnas Tal Bazar. 
Von Chisapani zum Rupa-See 

Von Chisapani geht es 600 Höhenmeter, teils über Stufen, bergab in Richtung Rupa-See. Zunächst führt der Weg durch Felder und kleine Dörfer und lenkt schließlich in einen Wald ein. Wenn man die Augen schließt und nur den Geräuschen lauscht, hat man das Gefühl, inmitten des Amazonas zu stehen: Affen springen vergnügt in den Baumwipfeln über unseren Köpfen hin und her - und Vogelstimmen mischen sich in das Laute Lachen der Affen ein. Schließlich endet der Wald und unser Weg windet sich durch Reisfelder nach Begnas Tal Bazar, der Endpunkt unserer Tour.



Nepal - "Adventsstimmung auf dem Royal Trek"

Foto-Reisebericht von Tina Henker
Reisezeitraum: Dezember 2013

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