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Nepal - "Am Fuße des Königreichs Mustang"

Foto-Reisebericht von Tina Henker
Reisezeitraum: Dezember 2013

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Wir fliegen von Pokhara in Richtung des legendären Königreiches Mustang. Rechterhand erhebt sich der Nilgiri. Die Ausläufer des über 8000 Meter hohen Dhaulagiri auf der gegenüberliegenden, nicht weit entfernten Talseite lassen uns seine Größe erahnen. Es ist laut in unserer kleinen, 16-Sitze-Maschine, die sich soeben den Weg durch das Kali-Gandaki-Tal nach Jomsom sucht. Dafür aber sind die Ausblicke auf die Bergriesen, die sich rechterhand ca. 8000 m in den Himmel emporheben, atemberaubend.

Wir befinden uns im tiefsten Einschnittstal der Erde – im Kali-Gandaki-Tal auf dem Weg nach Jomsom.



Mit dem Auto geht es durch Flüsse und über riesige Geröllfelder nach Kagbeni. Der Himmel leuchtet über uns in tiefem Blau. Die Luft ist glasklar. Die schneebedeckten Gipfel leuchten im gleißenden Sonnenlicht. Die letzten Meter gehen wir zu Fuß. Der Weg führt durch eine bizarre Felslandschaft, die in schillernden Farbtönen leuchtet. Eine Ziegenherde versucht in der kargen Landschaft etwas Essbares zu finden. Das steppenartige Grasland hält nur für eine begrenzte Anzahl von Nutztieren genug Nahrung bereit.



Die im Sommer künstlich bewässerten, wie mit einem Lineal gezogenen Felder liegen im Winterschlaf. Hier, hinter dem Himalayahauptkamm sind Niederschläge selten. Geografisch gehört das Gebiet bereits zu Tibet. Das Klima ist dadurch sehr trocken und wüstenartig. Brennholz ist praktisch nicht vorhanden und das Ökosystem dieser Transhimalayaregion ist äußerst fragil.



Nach einer Stunde kommen wir in Kagbeni an. Der idyllische kleine Ort mit seinen engen Gassen und den gedrungenen Steinhäusern macht um diese Jahreszeit einen verträumten Eindruck. Territorial befinden wir uns hier am Eingang des Mustanggebietes. Nur wenige hundert Meter weiter nördlich beginnt das ehemals verbotene Königreich Mustang, welches erst 1992 wieder offiziell für Besucher zugänglich gemacht wurde. Ab diesem Grenzpunkt benötigen die Besucher eine Trekkinglizenz um Wandern zu gehen.


Diese Beschützer sollen böse Geister vertreiben und werden über den Hauseingängen platziert. 
Einen Besuch wert: Im kleinen Kloster von Kagbeni leben heute noch sechs Mönche. 
Der Schutzpatron von Kagbeni 

Wir verlassen Kagbeni auf 2800 m Höhe in Richtung Nordosten nach Muktinath. Muktinath befindet sich auf 3760 m Höhe und ist Pilgerort von Buddhisten und Hindus gleichermaßen.


Eingangsportal zum Muktinath-Tempel 
Die 108 Wasserspeier sind vor allem für die Hindus heilig. 
Ein Frauenkloster in der Tempelanlage. 
Tibeterin beim Drehen von Gebetsmühlen (Tempelanlage Muktinath) 

Von der Tempelanlage kann man einen weiten Blick über den Ort und das umliegende Bergland genießen. Es herrscht Stille. Vor allem die Wintermonate sind für die Bewohner sehr hart.


Frau bei den Webarbeiten. Die Erzeugnisse werden an die Besucher verkauft. 
Wir genießen die Ruhe und die unendliche Weite, die hier den Ton angeben, bevor wir uns auf den Rückweg begeben.  

Infos zum Gebiet:

Die Mustang Conservation Area beginnt in Kagbeni, zieht sich durch das Kali-Kandaki-Tal bis hinauf an die tibetische Grenze und ist Teil der Annapurna Conservation Area. Durch die Lage des Gebietes hinter dem Himalayahauptkamm ähnelt das Klima dem in Tibet. Trockenheit und wüstenartige Landschaften prägen dieses bizarre und gleichzeitig so leuchtende Gebiet. Die beste Reisezeit ist durch diese besondere Lage von März bis November.

Das legendäre Yak-Steak in der Bob Marley Lodge ist fast schon ein MUSS für jeden Besucher. Selbst im Dezember ist die Sonne so intensiv, dass man draußen sitzen kann. Die Sonnenbrille sollte in diesen Höhen allerdings nicht vergessen werden. In dieser Jahreszeit sind nur wenige andere Touristen in diesem Gebiet unterwegs. In den Hochsaisonzeiten im Frühjahr und Herbst ist das Bild ein ganz anderes. Die Annapurna-Runde, der Trekkingklassiker, führt an Muktinath vorbei. Viele der Einheimischen bieten daher hier ihre Waren feil. Meist sind es kunstvolle Webarbeiten, die Sie entlang des Wegs verkaufen.

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Nepal - "Am Fuße des Königreichs Mustang"

Foto-Reisebericht von Tina Henker
Reisezeitraum: Dezember 2013

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