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Tourenbeschreibung

MAROKKO – Trekking im M`Goun Massiv mit Besteigung des gleichnamigen Berges

Ein Bild- und Reisebericht von Wolfram & Petra Jacob über die Trekkingreise im Atlasgebirge vom 13. August bis 27. August 2005.

Auszüge aus dem Tagbuch von Wolfram Jacob:

13.8.05
Es ist 6.00 Uhr morgens. Wir fahren mit dem Zug von Dresden nach Frankfurt…Von Frankfurt aus fliegen wir in 3 Std. 15 Min. bis nach Casablanca und von da aus weiter nach Marrakesch (460 m Höhe), wo wir 18.30 landen.
Wir sind nun 6 Touristen, die gemeinsam den Hohen Atlas erkunden wollen: Jürgen (32) aus dem Norden, Gabi und Ewald (45) aus Bayern und 3 Sachsen Erhard (65) und wir, Petra und Wolfram (55).
Bergführer Ahmed holte uns am Flughafen ab und brachte uns zum Hotel “Grand Imilchil”. Nach dem Abendbrot stürtzen wir uns ins unheimliche Stadtgewühle – beeindruckend!! Das Wahrzeichen der Stadt: Der Turm der Koutoubia-Moschee beleuchtet 12. Jhd. – 69 m hoch.



22.30 Uhr kommen wir zurück – es sind immer noch 27 °C.

14.8.05
Trotz Straßenlärm haben wir gut geschlafen. Gemeinsam mit dem "Lehrling" Brahim (beide haben ihr Diplom als Bergführer!) starten wir 8.00 Start mit dem Bus. Erst geht es über endlose trockene Ebene, dann sehen wir viele Olivenhaine. Wir bekommen unseren ersten grünen Tee mit Minze und viel Zucker. Wir befinden uns nun auf ca. 800 m. Ab 10.30 Uhr erreichen wir das Bergland – es ist sehr kahl & trocken.
… ein Pass auf 1315 m, dann zum Wasserfall Ouzoud von 1095 m wieder auf 775 m
… nun zu Fuß auf 665 m.
… 13.15 Uhr in Azilal auf 1280 m
…. Essen in einer Gaststätte. Traditionsessen ist "Tajine" - in einer großen Schüssel mit zipfelmützenartigem Deckel werden Kartoffeln, Gemüse und Fleisch über Holzkohle gegart.
… HEISSES Wetter!
Weiter geht es über Oughba-Pass auf 2200 m, …bis nach Ikhf-nIghir ins "Glücklichtal" (wasserreiches Tal – dadurch ist es sehr grün und die Bevölkerung kann sich von Landwirtschaft ernähren).



Wir nächtigen in einer schönen Herberge bei einem „Hadsch“ – er ist Moslem und hat schon die Wallfahrt nach Mekka gemacht.
Treff mit der „Mannschaft“. 4 Mulitreiber, 1 Helfer und 1 hauptamtlicher Koch (mit 5 Mulis als Tragtiere). In diesen Herbergen gibt es keine Verpflegung – Essen muss schon durch die Trekking-Truppe gemacht werden. Abendessen Tajine auf der Terrasse.

15.8.05
Ich habe schlecht geschlafen – Petra gut …
Frühstück wieder auf der Terrasse – es ist herrliches Wetter.
Heute leichte Wanderung in die Umgebung. Abmarsch gg. 8.30 Uhr. Über einen Pass auf 2100 m bei 28 °C gelangen wir in ein anderes Tal Dorf, wo wir Saurierspuren entdecken. Picknick. Weiter … auf einen "Berg" (160 m hoch), zu einem Marabut-Heiligengrab mit Speicher. Uns wird ein Führung mit Kerzenbeleuchtung u. Tee geboten. Es ist sehr interessant - frisch restauriert.



In die „Gite de Etape“ sind wir gg. 17.30 Uhr zurück. 19.30 Uhr gibt es Couscous (Nationalgericht – Hartweizengrieß) mit Gemüse und Fleisch.

16.8.05
… 5.30 Uhr aufgestanden.
… 6.15 Uhr Frühstück. Wolkenlos, 15 ° C.
… 7.00 Uhr Start auf 1850 m und weiter zu einer Quelle auf 2200 m. Anschließend geht es bei 24 ° - 28 ° C die Serpentinen aufwärts zum Ayt-Imi-Pass auf 2840 m. Das M'Goun-Massiv ist schön zu sehen. Das ganze Tal ist mit dem Gestein sehr farbig und formenvielfältig.



… 13.30 Uhr geht es auf anderer Seite abwärts.
… 14.30 Uhr kleine Pause - Essen im aufgebauten, anschließend weiter abwärts an "Eierkuchenfelsen" vorbei …
Auf einer kleinen Anhöhe bei 2250 m hat Ahmed unsere Zelte mit aufgebaut.
… es ist 17.00. Nach dem obligatorischen süßen Tee mit frischen Pfefferminzblättern „thé à la menthe“ ist Waschen im Fluss angesagt. Danach holen wir an der Quelle Trinkwasser für den morgigen Tag. Es sind noch 22 ° C
… 19.45 - 21.15 Uhr Abendessen. Es gibt Suppe, Kartoffeln mit Möhren und Fleisch, zum Nachtisch Melone. Heute gibt es mal keinen Minztee, sondern Eisenkraut-Tee. Er soll beruhigend u. schlaffördernd sein.
Ahmed hat sich nun unsere Namen gemerkt, … Ich bin wegen meinem Vollbart bei ihnen „Ali Baba“ getauft worden.

17.8.05
… 5.30 Uhr wecken. 11 °C.
… 6.15 - 7.00 Uhr Frühstück. Zelte abgebaut.
… Start 7.30. Wir laufen im Oulilimt-Tal mit einem Fluss aufwärts. Unterwegs Teepause in einer Hütte, wo nur 5 Kinder waren – 1 Jahr bis 10 Jahre. Das Mädchen kochte Tee.
… 12.30 Uhr Mittagspause auf 2285 m. Es gibt Tee, Makkaroni mit Gemüse, zum Nachtisch eine Apfelsine. Viele Gesteinsformen und Farben. Sonnenschein. Schöner Panoramaweg.
… 14.00 schneller Aufbruch, da sich Wolken über unserem Ziel aufbäumen. … Gewitter naht. In einer Hirtenunterkunft von Halbnomaden stellten wir uns unter und bekamen Tee. Der alte Vater war 70 Jahre alt. Lebte dort nur mit den Schwiegertöchtern. Mit Fotografieren und Turbanbinden hatten wir viel Spaß. Nach 1 Stunde ging es im Nieselregen weiter – das Gewitter war weg.
… Wir erreichen das Lager auf einer kleinen Anhöhe auf 2860 m – die zelte sind schon aufgebaut.



… 20.30 wir gehen bei Regen ins Bett!

18.8.05
… 4.45 Uhr wecken. Sternenklar. Minus 10 ° C. Kurzes Frühstück. Start mit Stirnlampen.
Es geht entlang am oberen Rand eines Tales, dann in einen Kessel steil. Es herrschen 7 ° C. Anschließend laufen wir 2 Stunden über sehr loses Geröll. Es ist SEHR mühsam - Ahmed und Brahim nahmen mir den Rucksack und Foto ab.
… 9.00 Uhr sind wir oben am Sattel.
… 9.15 Uhr erreichen wir glücklich bei Sonne und ohne Wind den Gipfel des M´Goun - 4068 m.



Wir machen 30 min Pause bis es weiter am Rand an 2 Kesseln entlang geht. Es ist ein herrlicher Weg!
… 11.00 Uhr Imbiss. Mit beginnendem Gewitter geht’s abwärts in Regensachen
… 14.00 Uhr erreichen wir die Zelte neben einer Hütte auf 2990 m (in der Hütte waren ordentliche Toiletten & man konnte für 10 Dirham sogar duschen)
Die Berge sind WEISS!! 10 ° C. Gewitter und Regen. Zum Mittag gibt es Bohnen… Bis zum Abendessen war es im Essenszelt nass – es tropfte vom Dach und lief an den Seiten runter. Wir versuchten die Matratzen, auf denen wir schlafen möchten, trocken zu halten. Nachts sehr starkes Gewitter und Regenguss.

19.8.05
Es hat die ganze Nacht geregnet und gewindet! Heute wäre eine Besteigung des M´Goun nicht möglich!
… 6.00 Uhr. Es ist trocken.
… 7.00 Uhr Frühstück im Zelt.
… 7.45 Uhr Start auf 2990 m. Es sind 16° C. Langsam laufen wir im Hochtal des Tessaout abwärts bis auf 2945 m. Dann vor einer Schlucht bergauf. Es ist ein schöner gemütlicher Weg durch abwechslungsreiche Gegenden, vorbei an Ziegenhütten bis auf 3235 m.
… 11.30 Pause an einer Felskante. Leicht bewölkt. 20 °C. Blick in eine fantastische Schlucht, wo wir runter müssen. Erst über gute Serpentinen, dann rutschend über Geröll nach unten, immer begleitet von einer Ziegenherde und 1 kleinen & 1 alten Hirten.
… 12.30 Picknick m, mit Blick in ein schönes grünes Tal.



Wir erreichen den Biwakplatz vor dem Ort Tasgaywalt auf 2350 m. Eine sehr schöne Kulisse!
… 14.00 Mittagessen-Zeremonie (wie immer): verschwitz wie wir sind, Händewaschen - Schuhe aus - alle auf die Matratzen rund um die Tischdecke im Essenszelt. Es gibt süßen Tee mit Minze, Reis & schwarzen Oliven, Linsen, Möhren mit Zwiebeln & Rosinen, frisch gebackenes Brot, Apfelsinenscheiben mit Zucker & Zimt – großartig!!
DANN … das übliche Gewitter mit etwas Regen. Ruhe im Zelt.
… 16.30 Uhr Kaffeetrinken im großen Zelt. Anschließend wollten wir waschen gehen ABER Regen u. Gewitter – somit fiel das Waschen aus. …
…19.00 Uhr Abendbrot. Suppe Harira – Bohnensuppe mit Hammelfleisch, Gemüse, Rührei, Melone. 21.00 Uhr – kein Regen mehr.

20.8.05
…5.30 Uhr wecken.
…6.00 Uhr Frühstück.
…7.00 Abmarsch. Bewölkt, kein Wind, 20 °C. Es geht durch viele Dörfer. Wir sehen die Spuren von den Gerölllawinen aus der vorletzten Nacht! Eine hat sogar viele Felder verschüttet. Wir laufen flussabwärts - da es so sehr geregnet hat, sind Wege und Furten überspült. Wir müssen mit Trekkingsandalen durch knietiefes strömendes Wasser. Das Tal ist sehr windungsreich und mit vielen schmalen Durchbrüchen.



… 11.30 Uhr "Imi-n-Ikkis": Cola-Kauf-Pause auf 2150 m. Dann wurde es spektakulär - hohe Talwände - ca. 500 m hoch (?). Keine Dörfer; nur einzelne Hütten am Hang. Wir laufen weiter.
… 12.45 Uhr taucht im Gebüsch unsere Küche auf! Als wir anfangen wollen, regnete es – wir bauen das Zelt auf. Zum Mittag gibt es Tee, Makkaroni mit Gemüse & Fisch, Orangenscheiben mit Zucker und Zimt! Danach Pause bis 14.00 Uhr. Regen, danach Schauer & Sonne im Wechsel.
… 17.15 Uhr Ankunft am Biwakplatz auf 1830 m - der geplante Platz war leider besetzt. Gleich Berber-Kaffee im Zelt - Kaffee mit Milch und Gewürzen (Ingwer, Pfeffer, Zimt) dazu warme süße Kräppelchen mit Marmelade – prima! Nieselregen.
… 19.30 Uhr Abendessen: Suppe, Pommes frites, gebratene Auberginenscheiben, Bohnen-Zitronen-Oliven-Backpflaumen-Gemüse, Fantastisch! Eisenkrauttee. Viel Spaß mit Ahmed: wir lernen ihm bayerisch & sächsisch….
… 21.30 Uhr Vollmond.

21.8.05
… 6.00 Uhr Frühstück. Wolkenlos.
… 7.00 Uhr Start. Wir laufen erst über den Fluss, dann im Flussbett ohne Wasser aufwärts.
… 9.15 Uhr erreichen wir Magdez auf 1960 m - ein herrlicher Ort mit vielen alten Speichertürmen. Es gibt Tee in einer Kasbah bei einem alten Berber.



… 10.00 Uhr weiter aufwärts
… 11.30 Uhr erreichen wir den Pass auf 2405 m.
… 12.30 Uhr Mittagsplatz auf 2030 m in einem Tal unter einem riesigen Nussbaum. Es gibt leckere Gemüseplatte.
… (Schlaf-)Pause bis 14.15 Uhr. … über einen kleinen Sattel auf 2000 m in ein Nachbartal. Ständiger Aufstieg durch Eichen- & Wachholderwald bis auf 2300 m. Pause.
… 17.00 Uhr erreichen wir nach mehrfach auf & ab unseren Biwakplatz auf 2320 m, gelegen
an einem großen Hang mit herrlichem Panorama. Sonne pur, ca. 20 °C, etwas Wind - schön. Es gibt wieder Berber-Kaffee mit frischen Kräppelchen. Ahmed kaufte bei Hirten ein Schaf. Es wird dort geschlachtet und bei uns verarbeitet. Es wird Feuer gemacht und die Glut in eine Schale getan. Eingelegtes Fleisch wird auf selbst geschnitzten Stäbchen aufgespießt und darüber gegrillt. Köstlich! Danach gab es noch dampf-gegartes Fleisch mit viel Gemüse - nicht so gut. Birnenkompott. Eisenkrauttee.
… 21.30 Uhr Sternenhimmel mit Milchstraße und Mond.

22.8.05
… 6.00 Uhr wecken. Sternenklar. Frühstück immer im Freien. 11 °C.
… 7.00 Uhr Start. Abstieg vorbei an Ziegenhüterhütten bis auf 1950 m.



Anschließend Aufstieg - erst in trockenem Fluss, dann durch schmutziges Dorf.
… 11.00 Uhr auf 2110 m. Weiter über Felder immer an einem Wasserkanal entlang.
… Pause unter einem Nussbaum. Danach Aufstieg auf 2315 m.
… 12.30 Uhr Mittag unterm Zelt auf einer kleinen Wiese. Gemüse mit Reis, Apfelsinenscheiben. Sonne! Es ist heiß. Schlafpause bis 14.30 Uhr, dann Aufstieg langsam & stetig mit Pause bis auf Pass 2620 m. 27 ° C mit Wind. Abstieg auf 2115 m - mühsam auf Wegen mit losen Steinen … 17.15 Uhr erreichen wir den Biwakplatz. 24 °C. Kaffee im Freien. 18.00 Uhr ist die Sonne weg. Waschen im Fluss.
… 20.00 Uhr Abendessen. Suppe, Gemüse und gekochtes Schaf von gestern, Apfelsinenscheiben.

23.8.05
… 7.30 Uhr Frühstück. 11 °C.
… 8.15 Uhr Start. Sonne! Es geht immer aufwärts. Wir machen "Nüsschen"pause (es gab immer von Ahmed vorgeschlagene kürzere „Trink“pausen und etwas längere „Nüsschen“pausen) - Erdnüsse pur & kandierte Nüsse, Datteln und Feigen. Die Freude war groß! Dann geht es sehr steil, zum Pass auf 2945 m. …weiter über eine schräge Hochebene mit vielen Steinen in einem trockenen Tal abwärts.
… 12.00 Uhr Mittag. Tee, Makkaroni mit Gemüse, Apfelsinenscheiben.
… Pause bis 14.30 Uhr. Eine große Schafherde kam zum Trinken an die Quelle – und der Hirte bekam natürlich ein Mittagessen bei uns.



Im trockenen Flusstal bergab - stolpernd, rutschend, viel Geröll.
… 17.00 Uhr - Biwakplatz in einem großen abflusslosen Hochtal mit Wiese auf 2415 m. Wir Sachsen Petra, Erhard & ich kaufen ein Schaf (€ 25) für uns zum Grillen, den Rest für die Treiber. Die Mannschaft nimmt es auseinander. Holz u. Gestrüpp wird geholt. Fleischstücken werden zurechtgemacht für Spieße und Folie.
… 20.00 Uhr wird Feuer gemacht. Die Mannschaft tanzt, singt & trommelt auf Plastkanistern. Mit der Glut wird alles gegrillt. Es hat alles sehr gut geschmeckt. Nachts wird es frisch draußen.

24.8.05
… 5.30 Uhr mit "Flötenspiel" von Brahim (kann überhaupt nicht spielen, nur blödeln!!) geweckt. 11 °C.
… 6.00 Uhr Frühstück im Freien. Die Sonne geht auf.
… 7.00 Uhr Start auf 2415 m. In bergigem, steinigem Gelände (recht eintönig) auf und ab - jeweils 200 bis 300 m.
… 12.00 Uhr am Mittagsplatz auf 2720 m. Wir erleben "Luxus pur", denn wir werden mit Küchen- & Mannschaftszelt erwartet! Große Gemüseplatte mit Reis, Orangenscheiben. Prima! Schlafpause.
… 14.00 Uhr aufwärts über Pass auf 2945 m, dann in spektakulärer Schlucht am Hang mit losen Steinen abwärts - sehr interessante Stein-Farben u. Formen. Ziemlich anstrengend. Sonne, Wind.



Wir gelangen an ein Dorf, das schon komplett mit Strom „verkabelt“ war und somit auf jedem Dach mindestens eine Satellitenschüssel hatte.
… 18.00 Uhr Biwakplatz auf 1860 m auf einem Acker auf kleinen Terrassen über dem Fluss (da es zum geplanten Ort zu spät ist). Hinter uns liegt eine sehr lange und anstrengende Strecke. …19.00 Uhr Tee mit Brot. Wir liegen im Dunkeln und beobachten Sterne und Milchstraße.
…21.00 Uhr Abendessen. Couscous mit Rosinen, Gemüse, Fleisch vom Schaf von gestern, Birnenkompott. Trinkgeldübergabe an die Mulitreiber 100 Dirham, Koch 150, Ahmed 250, mit guten Worten durch Ehrhard. Ich hatte für jeden eine Liedstrophe gedichtet u. gesungen.

25.8.05
… 5.30 Uhr wecken.
… 6.00 Uhr Frühstück im Freien.
… 7.00 Uhr Start. Wir laufen durch ein kleines Dorf – Titula (schön & sauber). In einer sehr schmalen Schlucht aufwärts. Langsam stetig abwärts mit dem Endziel unserer Reise vor Augen - aber der Weg zieht sich sehr in die Länge. Wir erreichen den Hauptort Taddart und laufen weiter auf der Straße zu dem lauten und hektischen „Restaurant“-Taddart an der Hauptstraße kurz unterhalb des Tichka-Passes auf 1620 m. Ende der Trekking-Tour.



… 12.30 Uhr Mittag. Tajine - Kartoffeln, Gemüse, Fleisch - mäßig. Die Mulitreiber verteilen das ganze Gepäck auf unserem Transferbus und auf ihre Mulis. Abschied. Zu ihrem Heimatort müssen sie nun noch 3 Tage laufen!
… 14.00 Uhr Fahrt auf einer sehr schönen kurvenreichen Strecke nach Marrakesch (2 h). Im Hotel wird nun endlich der „3-Tage-Dreck“ abgewaschen! Doch leider ist bei uns die Dusche kaputt – nur etwas kaltes Wasser läuft ABER es reichte.
… von 17.00 bis 22.00 Uhr erkunden wir zu Fuß die Altstadt; Stadtmauer, die Soukhs – u.a. finden wir auch einen, wo sich die einheimische Bevölkerung trifft (sehr interessant, keine Touristen dort). In einem Dachrestaurant essen wir zu Abend und beobachten den Trubel. Sehenswert!

26.8.05
… individuelle Stadtbesichtigung. Bab Agnaou (Blaues Tor); Moschee Mansour von außen, Saadiergräber (Museum).
… mittags mit Taxi in die Neustadt. Mittag im Restaurant – mein erstes Bier hat ganz schön gewirkt!!
… nachmittags mit Taxi zurück. Palais Badi – Ruinengelände. Palais Bahia – komplett erhalten, – riesiger Komplex von Räumen, Gängen und Innenhöfen ohne viele Zimmer (Aufenthaltsort der Dienerschaft des Königs)



… abends: Großer Platz „Jenna El Fna“ mit angrenzenden Souks (für die Touristen). Tee auf Terrasse; im Gewühl Fleischspieße mit Gemüse gegessen
… 20.00 Uhr. Zeit Rucksäcke zu packen.

27.8.05
… 4.00 Uhr wecken. 5.00 Uhr Abfahrt. 7.15 Uhr Abflug in Marrakesch. 9.00 Uhr nach Chaos-Umstieg in Casablanca weiter. 15.00 Uhr Frankfurt

Unser Fazit der Reise:
Wir haben eine herrliche Gegend kennen gelernt. Der Hohe Atlas ist sehr vielfältig und vielfarbig - jedes Tal birgt etwas anders. Es war eine sehr gute Organisation und persönliche Betreuung (Bergführer Ahmed!). Wir hatten Glück mit dem Wetter und der Gesundheit.
Es war schön und schön anstrengend.
In 10 Tagen: ca. 200 km gelaufen
ca. 78 Std. gelaufen
ca. 7500 m Aufstieg und auch wieder Abstieg

Ihr Wolfram und ihre Petra Jacob


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