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Ursprünglich wollten wir ja nach Georgien reisen. Doch die besonderen Umstände die am 8.8.2008 eintraten, haben uns von dieser Idee abgebracht. An diesem Tag begannen die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und Georgien.

Nun war guter Rat teuer, aber Schulz aktiv Reisen hat ja jede Menge Reiseangebote im Programm Die Sommerreise nach Madeira war nicht ganz ausgebucht und Flüge gab es wohl auch noch, so stand dieser Alternative nichts mehr im Wege. So konnten es am Donnerstag den 14.8.2008 losgehen.


14.08.08
Ankunft in Madeira und Transfer nach Santana, unserer ersten Station. Im Hotel gab es ein gemeinsames Abendessen.  

15.08.08
Um 10.00 Uhr geht es los. Immer auf gleichen Höhe entlang einer Levada ( Be-wässerungskanal) führt uns der Weg bis zu einem Wasserfall und von dort aus wieder zurück. Hier machen wir die ersten Bekanntschaften mit den Tunnels. Auf unserem Weg macht Ray, unser Reise-begleiter, uns auf die endemische Flora aufmerksam, die nur hier auf den makaronesischen Inseln vorkommen, wie zum Beispiel, einen Heidelbeerbaum und einen Maiglöckchenbaum. Ich bin ganz beeindruckt.  

16.08.08
Nach dieser ersten Aufwärmtour geht es am nächsten Tag zu den höchsten Gipfeln der Insel, dem. Pico Ruivo (1861m), Pico das Torres(1851 m) und Pico do Arieiro (1818). Auf steilen, streckenweise gepflasterten Wegen und Stufen immer bergauf und bergab. Mir geht bald die Puste aus und weil ich auch noch am photographieren bin, habe ich den Kontakt zur restlichen Gruppe bald verloren. Doch an bestimmten Punkten wird immer wieder gewartet bis alle da sind. Auf unserem Weg bieten sich tolle Ausblicke und dadurch wird die für mich doch anstrengende Tour versüßt. Mein lieber Mann gesellt sich auch immer wieder zu mir und so muss ich nicht alleine gehen.
Als wir nach 6 Stunden an unserem Ziel angekommen sind, bin ich doch
ganz zufrieden, dass ich es geschafft habe.  

17.08.08
Sonntag und Hotelwechsel, heute fahren wir nach Porto Moniz, einem Ort im Nordwesten der Insel. Unterwegs gibt es ein kleines Besichtigungsprogramm – u.a. ein Vulkanzentrum; Das letzte Stück bis Porto Moniz fahren wir auf der alten Küstenstrasse. Gut, dass es mittlerweile eine breitere Strasse gibt.  

18.08.08
Ribeira da Janela, das längste Tal der Insel, dort soll es heute hingehen. Wir werden um 10.00 Uhr abgeholt und zur Hochebene Paul da Serra gebracht. Dort ist es neblig und frisch. Auf einem breiten Weg geht es zuerst gemächlich
und dann immer steiler hinunter bis zur Levada. Hier kommt nun die Stunde der Wahrheit, Mit Stirnlampen und Regenbekleidung stürzen wir uns mutig in den ersten Tunnel, der aber noch recht kurz ist. Der nächste Tunnel
ist nicht weit, nun geht es ca 30 min durch die Finsternis. Aufgereiht wie auf einer Perlenkette einer hinter dem andern geht es voran. In der Mitte tropft es gewaltig von der Decke und den Wänden, größere Pfützen auf dem Boden
machen das Laufen mühsam aber nach einer halben Stunde ist es geschafft. Die Sonne hat uns wieder. Nach noch weiteren vier Tunnels, die aber nicht mehr so feucht und so lang sind, haben wir uns eine Pause verdient. An einem Levadahäuschen machen wir eine Rast.
Nach insgesamt acht Tunnels und 20 km sind wir wieder in einem Dorf angelangt.
Hier gibt es Bier, Wein, Wasser, Kaffee und Kuchen - jeder das was er
mag. Den restlichen Weg hinunter nach Porto Moniz schenken wir uns und
lassen uns von einem Taxi abholen.  

19.08.08
Dienstag, ich brauche einen Ruhetag, der mir gegönnt wird; zwei weitere Teilnehmer schließen sich an. Während die anderen an der Steilküste wandern, baden wir im Meerwasserschwimmbad, schreiben Karten, trinken Kaffee, gehen ins Museum und ruhen uns für die Tour, die für morgen geplant ist, aus. Am Abend gibt es wie im Programm vorgesehen den gegrillten Fisch am Strand.
Sehr lecker!  

20.08.08
Leider müssen wir heute Porto Moniz wieder verlassen. Pünktlich um 10.00 Uhr kann es losgehen. Wieder werden wir zu Hochebene Paul da Serra gebracht und an einer Stelle mit Namen Bica da Cana abgesetzt. Hier folgen wir einer sehr alten Levada die schon im 15. Jahrhundert von den Mauren gebaut wurde, deshalb heisst sie auch Levada de Mauro. Vorbei geht es an einigen noch blühenden Pflanzen und so haben wir heute auch Gelegenheit einige Schmetterlinge zu beobachten. Außerdem kommen wir auch an einem großen Basaltfelsen vorbei, dem Zuckerhut. Das letzte Stück Weg entlang der Strasse war nicht so schön, aber am Encumeadapass wartet ein Cafe auf uns und das letzte Stück entlang einer Levada bis zum Berghotel geht es sich von ganz allein.  

21.08.08
In Boca di Corrida ist der Startpunkt unserer Mittelgebirgswanderung. Immer kurz unterhalb der Hangkante laufen wir einen Höhenzug entlang. Der Pfad ist oft sehr schmal und auch mit Stechginster und Brombeeren bewachsen - gut, dass ich lange Hosen anhabe. Etwa in der Hälfte begegnen wir einem Monarch. Nach gutem Zureden lässt er sich photographieren und macht, wenn auch nur ganz kurz, seine Flügel auf, sodass man seine ganze Schönheit bewundern kann. Weit in der Ferne ist unser Ziel schon auszumachen und nach sechs Stunden Gehzeit ist das Hotel wieder erreicht. Am Abend fallen wir hungrig über das Buffet her, ganz besonders hat es mir der Nachtisch angetan, was ich sicher an anderer Stelle wieder büssen muss.  
 

22.08.08
Freitag, Ausflug nach Funchal. Heute ist dort Markttag und das was wir da sehen ist überwältigend. Nach einer kleinen Stadtbesichtigung und einer Madeiraverkostung haben wir noch genug freie Zeit, um am Nachmittag mit der Seilbahn auf den Berg zu fahren um dort den Tropischen Garten zu besichtigen.  
 

23.08.08
Heute ist wieder Hotelwechsel und unsere Wanderung führt uns zu den 25 Wasserfällen, von denen aber nicht viel zu sehen ist, einmal weil kaum Wasser die Felsen runterkommt, da es lange nicht geregnet hat und zum anderen, weil ziemlich viele Leute dort rumstehen. Über einen steilen Pfad steigen wir ab zur nächsten Levada und von dort gemütlich bis zum Kraftwerk Rabacal. Der letzte steile Abstieg entlang des Rohres ist mühsam und geht auf die Knie, ich suchte deswegen nach einer Alternative siehe Bild – nicht zur Nachahmung empfohlen – es war nur gestellt.  
 

24.08.08
Ankunft in Calheta, ein Hotel vom Feinsten mit einem Strand mit Sand aus Marokko, Frühstücksbuffet, Pool und vieles mehr. Sogar eine Beachparty haben sie für uns am Abend veranstaltet – lach.  

25.08.08
Sonntag, wir machen eine Strandwanderung. Von Prazeres auf einem gepflasterten Weg sehr steil hinunter zum Dorf Paul do Mar und nach einer ausgiebigen Kaffeepause am Strand entlang über viele kleine und große Steine zum nächsten Ort Jardim do Mar. Unterwegs an einer Stelle konnte man wenn man wollte im Meer schwimmen.  

26.08.08
Montag, Ausruhtag. Jeder tut das was ihm gut tut, Wale beoachten, baden, sonnen, schlafen und abends trifft sich wieder alles zum Essen und nachher gönnen wir uns einen Poncha oder Madeira.  

27.08.08
Dienstag nochmals ist ein Hotelwechsel vorgesehen, unser nächstes Ziel ist Santo da Serra, was im Südosten auf ca 700 m Höhe liegt. Unterwegs wieder ein Besichtigungsprogramm. Unter anderem halten wir auch in Blandys Garten, eine Art botanischer Garten einer englischen Familie die schon seit langen Jahren in Madeira lebt und hier Geschäfte macht.  

28.08.08
Letzte Wanderung zum östlichsten Zipfel der Insel. Gut dass es zuerst etwas bedeckt ist, denn hier gibt es wirklich keinen Schatten. Unterwegs bieten sich immer wieder großartige Ausblicke aufs Meer. Am Rastplatz am östlichsten Punkt, kann man wieder baden oder die vielen Eidechsen beobachten, die hier ziemlich zutraulich sind. 

29.08.08
Dann ist es vorbei; da unser Flieger erst um 19.30 Uhr abgeht, sind wir nicht in Eile, durchstreifen noch den Ort und essen zum letzten Mal den leckeren Fisch.  

Vielen Dank an Ray, der uns viel erklärt und gezeigt hat und danke an die
Gruppe die immer auf mich gewartet hat.

Karin Haas


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