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La Réunion – Frabensankreichs wildes Inselparadies
Ein Reisebericht von Birgit Thiel
Reisezeitraum: 16.06.–29.06.18

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16.06.18

Nun sollte ein weiteres Ziel unserer langen Reisewunschliste Wirklichkeit werden. Am 16.06.2018 fliegen wir mit Air Austral über Paris nach St. Denis. Wir haben uns für diese Fluggesellschaft entschieden, da wir so den Flughafen in Paris nicht wechseln müssen. Sehr positiv überrascht sind wir vom Sitzkomfort und dem Service an Bord. Als wir am nächsten Tag in St. Denis landen, holen wir unsere Reiseunterlagen bei der Agentur Connections ab. Wir werden von Arnaud empfangen, der uns auch während der Reise für Fragen zur Verfügung steht. Schön ist, dass Arnaud deutsch spricht, da wir nur „un petit peu“ französisch sprechen, was jedoch während unsere Reise ausreicht, um zurechtzukommen.
Ein Taxi bringt uns in unser Hotel nach St.-Gilles-les-Bains. Es ist früh am Tag, so dass unsere Zimmer noch nicht fertig sind. Wir lassen unser Gepäck im Hotel und gehen erst mal Richtung Supermarkt. Gegenüber dem Markt ist heute Samstagsmarkt, und wir staunen über die Vielfalt des Angebotes, besonders der leckeren Speisen. Anschließend gehen wir zum Strand. Die Wellen brechen sich an einem vorgelagerten Korallenriff und das blaue warme Wasser lädt zum Baden ein. Wieder im Hotel packen wir die Sachen für die nächsten 9 Tage in unser Rucksäcke, das übrige Gepäck bleibt ab morgen im Hotel.


18.06.18

Am 18.06.2018 werden wir schon um 6.30 Uhr vom Hotel abgeholt. Auf der Straße nach St. Denis ist bereits Stau. Wir hatten uns am Vortag noch über den gigantischen Straßenbau hoch über dem Meer gewundert. Die Felsen an der Straße reichen bis fast ans Meer und es gibt einfach keinen Platz für breitere Verkehrswege. Die Fahrt bis Hell Bourg dauert zweieinhalb Stunden, vorbei an den "Voile de la Mariée" (dtsch. Brautschleier) im wunderschönen Talkessel von Salazie. Der Fahrer zeigt uns den Piton des Neiges direkt vor uns. Was für eine Landschaft, üppiges Grün, überall sieht man Wasserfälle von den Berghängen stürzen, und das Ziel unsere Wanderung für den übernächsten Tag vor Augen. Kurz nach 9 Uhr erreichen wir unser Hotel in Hell-Bourg und können gleich in unser Zimmer. Nach einem Besuch der Touristeninfo beschließen wir, uns ein wenig „einzulaufen“ auf der Wanderung zur „La Source Manouilh“. Von der Hauptstraße gehen wir abwärts bis zur alten verfallenen Thermalanlage, die der Zyklon von 1948 zurückgelassen hat. Leider hat er auch die Stahlbrücke zerstört, so dass wir uns einen trockenen Weg über Steine durch das Flussbett suchen müssen. Dann geht es steil bergan zum Waldgebiet der Terre Plate bis zu einer Grillstelle. Unter uns sehen wir Hell-Bourg und den gegenüberliegenden Kesselrand, und versuchen unseren Weg für morgen ausfindig zu machen. Im schattigen Hochwald mit hochstämmigen, dicht stehenden Cryptoméria-Bäumen führt der Weg weiter. Er ist mit Wurzeln übersät, feucht und rutschig. Wir kommen zum Abzweig zur Schlucht Rivière du Mât. Das Rauschen des Wassers können wir bereits hören, doch nun geht es in steilen Kehren abwärts. Über große Steine klettern wir in das Flussbett hinunter. Mehrere Wasserfälle haben rotbraune und gelbe Streifen auf der Felswand gegenüber hinterlassen. Die Source Manouilh sehen wir von weitem, wollen aber nicht weiter durch das Flussbett klettern, da sich bereits dunkle Wolken in das Tal wälzen und treten den Rückweg an. Überall blüht es und dazwischen stehen große Baumfarne.
Um 15 Uhr erreichen wir Hell-Bourg, das mittlerweile tief hängende Wolken einhüllen. Unser kleine Wanderung war aufgrund der Beschaffenheit des Weges und immerhin 1.400 Höhenmeter doch recht anstrengend. Was wird uns wohl erst die nächsten Tage erwarten? Mit diesen Gedanken betrachten wir den nächtlichen Sternenhimmel und die Silhouetten der Berge. Die Wolken haben sich wieder vollständig aufgelöst.


Hell-Bourg 

19.06.18

Gestärkt mit einem köstlichen Frühstück sind wir bereits um 8 Uhr auf dem GR R1 zur Hütte Belouve. Steil geht es in Serpentinen bergan. Hin und wieder gibt die Vegetation am Wegesrand einen Blick auf Hell-Bourg und den Talkessel frei. Die verrostete Stahlkonstruktion eines Seilbahnträgers lässt erahnen, dass früher das Holz aus den Wäldern der Hochlagen an dieser Stelle ins Tal transportiert wurde. Kurz darauf erreichen wir das Panoramaplateau mit der Gîte de Bélouve. Zuerst einmal genießen wir ausgiebig den besagten Panoramablick in den Cirque de Salazie. Links der Piton des Neiges und Gros Mourne, der Piton d´Anchaing in der Mitte, rechts Piton Bé-Massoune und Cap Picard, unten Hell-Bourg. Noch ist alles wolkenfrei und der blaue Himmel bildet einen tollen Kontrast zum dem üppigen Grün.
Unsere Sachen lassen wir in der Gîte und wandern weiter zum Wasserfall Trou de Fer. Zuerst über Wurzeln bergab, queren wir einen kleinen Fluss und kommen zu einem Forstweg. Hier biegen wir auf den Sentier du Trou de Fer ab. Wir wurden bereits gewarnt: Schlamm ohne Ende, zum Glück hat es schon ein paar Tage nicht geregnet. So springen wir von Wurzel zu Wurzel und über die zur Befestigung verlegten Baumstämme um nicht gänzlich zu versinken. Eine befestigte Holztreppe bringt uns das letzte Stück steil bergab und wir stehen auf der Aussichtsplattform in den Schlund der Schlucht mit den Wasserfällen.


Trou de Fer 

Hier wird klar, dieses Gelände ist von unten nicht zugängig. Helikopter kreisen durch den Kessel und bringen Touristen zum stauen. Wir genießen die Aussicht bei einem Picknick und die Vögel kommen, auf ein Stück Brot hoffend, ganz nah heran.
Für den Rückweg haben wir uns für den Sentier de l´Ecole Normale entschieden. Er ist in großen Teilen mit Holzstegen befestigt und lässt sich leicht gehen. Den Abstecher um das Sumpfgebiet Grand Mare nehmen wir gern mit. Es ist einfach herrlich, so friedlich und ruhig. Lange Flechten hängen von den alten Tamarinden. Dann wird der Weg erst sumpfig und ist schließlich ist er ganz zugewachsen. Durch das mannshohe stachelige Sumpfgras bahnen wir uns nun einen Weg und müssen aufpassen, nicht versehentlich in ein tiefes Loch zu treten. Schon bald sind wir wieder auf dem Hauptweg an dem ein Pfad zur Gîte de Belouve abzweigt. Nach einer Pause wollen wir nochmal zur La Reine des Tamarins einer uralten Tamarinde gehen.


Grande Mare 
Alte Tamarinde 
Piton de Neiges 

20.06.18

Heute hießt es früh aufstehen. Unser Tagesziel ist die Hütte Piton des Neiges. Am Point de Vue wärmt uns bereits die Sonne. Wolkenfrei und in seiner ganzen Pracht blicken wir auf den Piton des Neiges. Hoffentlich haben wir morgen zum Sonnenaufgang auch so gutes Wetter. Ein vorerst letzte Blick in den Cirque de Salazie und dann geht die Schlammschlacht gleich wieder los. Was wollen wir auch im Regenwald erwarten. Wir versuchen die trockensten Stellen zu erwischen. Über hohe Felsstufen, über und unter Bäume hindurch stetig bergauf folgt der Weg dem Felskamm. Dann kommt eine befestigte Holztreppe, die uns über unendlich scheinende Stufen steil ins Tal und, wie sollte es anders sein, wieder nach oben bringt. Die ersten Wolken drücken von Osten herein, als wir ein Plateau erreichen. Mittlerweile brennt die Sonne und wir verweilen ein wenig um die Landschaft förmlich mit den Augen aufzusaugen. Immer noch auf schlammigen Pfad, der jetzt ab und an mit Holzstegen befestigt ist, erreichen wir Cap Anglais um ca. 12 Uhr. Ab hier geht es über Geröll steil bergauf. Die Ausblicke entschädigen uns für die Anstrengung, doch kommen wir nur im Schneckentempo voran.


Bélouve – Piton de Neiges 

Dann ein erster Blick auf die Berghütte Caverne Dufour. Zu früh gefreut. Ein weitere Abstieg folgt und auch wieder der Aufstieg. Der Untergrund bleibt felsig und anstrengen. Um 15 Uhr erreichen wir die Hütte und gönnen uns bei herrlichem Sonnenschein einen Kaffee. In den Zimmern dagegen ist es eiskalt. Uns wird ein Zimmer mit 5 3-Stock-Betten zugewiesen. Noch sind wir allein, doch bis zum Abend sind alle Betten belegt. Immer mehr Wanderer treffen ein und der Gesprächsstoff geht bis zum Abendessen nicht aus, während wir über den Wolken die Sonne genießen. Sobald diese untergegangen ist, wird es wieder eisig kalt und wir müssen alle unsere verfügbaren Sachen anziehen. Das spärlich fließende Wasser reicht gerade mal zum Zähne putzen, na morgen gibt es wieder eine Dusche.


21.06.18

Die Nacht war furchtbar. Der Raum ist stickig. 3.30 Uhr klingelt dann der erste Wecker. Wir gönnen uns noch ein paar Minuten, doch die Unruhe im Zimmer treibt uns schließlich aus dem Bett. Als wir aus der Hütte treten, fällt ein feiner Nieselregen. Na hoffentlich klart es noch auf, ist unser erster Gedanke. Den Glühwürmchen der Stirnlampen folgend, steigen wir langsam in der Dunkelheit über Geröll bergan. Der Weg ist durch weiße Punkte oder Striche gut markiert. Doch in der Dunkelheit müssen wir sie ab und an suchen, um keinen Umweg zu machen. Es ist auch schon so anstrengend. Am Boden finden wir kleine Flecken mit Kristallen, die im Schein der Stirnlampe funkeln. Wie sich herausstellt ist es Eis – also muss es mindestens am Boden um die null Grad sein! Das Ziel vor Augen will der Weg nicht enden, doch entschädigt uns mittlerweile ein fantastischer Sternenhimmel. Die Wolken haben sich verzogen und geben uns Hoffnung auf eine gute Sicht. Wir nehmen uns jedoch Zeit, um nicht so lange am Gipfel in der Kälte ausharren zu müssen. Die ersten sind schon oben als sich der Horizont rot-lila färbt. Das letzte Stück lässt sich dann leichter laufen, ein eisiger Wind bläst auf 3.070 m und die Sonne geht erst in 45 Minuten auf. Jeder versucht sich auf seine Weise irgendwie von der Kälte abzulenken. Wenn sie sich doch endlich zeigen würde und ihre wärmenden Strahlen sendet.
Dann endlich über dem Meer und einer dicken Schicht Wattewolken erscheint der golden glühende Ball und versenkt alles in ein magisches Rosarot. Nur gegen den kalten Wind kommen die Strahlen noch nicht an. So genießen wir die Aussicht auf die Berge und die kleinen Weiler, wie Spielzeug, unter uns. Da liegt im nächsten Tal tief unten Cilaos, wohin wir heute noch wollen. Ein gigantischer Abstieg steht uns bevor, zunächst einmal ca. 500 Höhenmeter bis zur Hütte, wo uns ein spärliches Frühstück bei herrlichem Sonnenschein im Freien erwartet.


Cilaos 

Dann heißt es Rucksack auf und weiter geht es ein kurzes Stück bergan zu einem Aussichtspunkt auf dem Bergkamm, wo wir nach beiden Seiten fotografieren. Man hatte uns schon gesagt, dass der Abstieg nach Cilaos hart wird, doch dass es so schlimm wird, hätten wir nun doch als gut trainierte Mittelgebirgswanderer nicht gedacht. Die unterschiedlichen Steinabsätze in nicht enden wollendem Zickzack fordern uns und unseren Gelenken alles ab. Weiter unten wird es dann auch noch matschig, als wir eine schöne Aussichtsplattform erreichen. Da liegt nun Cilaos schon vor uns, doch noch sind wir nicht dort und der Magen knurrt, die Knie schmerzen.


Cilaos 

Endlich erscheinen die beiden Holzpfeiler am Wegesrand, das Zeichen, das der Wanderweg hier aufhört bzw. anfängt. Um 13 Uhr am Bushäuschen sehen wir, dass wir noch eine halbe Stunde warten müssen. So beschließen wir, um durchgeschwitzt wie wir sind im Schatten nicht zu frieren, die letzten Kilometer Straße zu laufen. Wir kommen an einem Sportplatz und an einem Gemüsestand vorbei, wo wir uns für den ersten Hunger eine Hand Bananen kaufen. Schräg gegenüber finden wir unser luxeriöses Hotel mit Schwimmbad und Spabereich. Was muss man in unserem Zustand von uns denken, ich entschuldige mich bei der netten Dame nur mit den Worten „The last night was horrible“. Sie hat Verständnis. Schuhe aus, und eine Dusche bringt uns wieder in einen ansehnlichen Zustand. Als erstes geht´s zu einem Bäcker. Der macht, ausgehungert und kaffedurstig wie wir sind, ein gutes Geschäft. Im Supermarkt kaufen wir uns dann noch etwas für das Abendessen, denn heute geht es zeitig ins Bett nicht ohne nochmal in den beheizten Pool zu springen unter mittlerweile tiefhängenden Wolken über Cilaos. Normalerweise würde ich bei diesen Temperaturen niemals in den Pool gehen, aber was ist auf dieser Insel schon normal. Das Wetter ist unberechenbar, die Berge und Täler einfach unfassbar grün, steil, grandios und einzigartig. Der Untergrund der Wanderwege alles andere als leicht für uns Mittelgebirgswanderer. Hier lernen wir den Wert unserer erstmalig eingesetzten Wanderstöcke schätzen.


22.06.18

Die Nach hat uns mal wieder einen tollen Sternenhimmel beschert, was auf Sonnenschein am Morgen hoffen lässt. Dazu kommt ein üppiges Frühstücksbuffet. So starten wir gut gelaunt in unseren „Erholungstag“ in Cilaos. Zuerst gehen wir zur Touristeninfo, wo wir erfahren, dass das Stück des GR R2, welches wir am nächsten Tag von Cilaos zum Col du Taibit nehmen wollen, seit dem letzten Zyklon gesperrt ist. Für eine leichte Wanderung am heutigen Tag lassen wir uns ein paar Tipps geben, bleiben aber bei unserer Entscheidung für die Wanderung über Bras Sec zu le Palmist Rouge. Die Alternative wäre noch La Chapelle, doch auf heftige Aufstiege und nasse Füße haben wir heute keine Lust.
Zunächst gehen wir Richtung Mare á Joncs, einem kleinen Binnensee und dann Richtung Hospital von wo aus uns der Chemin des Eucalyptus zum eigentlichen Einstiegspunkt unsere Tour, Bras Sec, bringt. Abwärts in Schleifen kommen wir zum Fluss Bras des Benjoin und schon steht die erste Adventure-Einheit bevor. Wir suchen eine günstige Stelle für die Querung des Flusses, die wir natürlich nicht finden, und so über einen Baumstamm balancieren müssen. In einem Gegenanstieg kommen wir zu einem schönen Picknickplatz. Durch die hohen Bäume dringen die Strahlen der Sonne und wir schauen hinunter auf Cilaos. Noch ein Stück auf der Asphaltstraße und wir erreichen Bras Sec. Vor den kreolischen Häusern blühen Stauden in bunter Pracht.


Bras Sec 

Welch herrlicher Ausblick auf das Tal und den markanten Felsen, Bonnet de Prêtre, den wir schon in Cilaos sahen. Auf dem Sentier des Calumets führt unser Wanderweg kräftig steil bis zum Plateau Mare á Montfleury fort. Flaches Gelände, Savannengras bunt blühende Blumen und Filaobäume – es ist ein Traum. In der Ravine des Calumets zwischen der Wand des Rempart des Calumets und dem Bonnet de Prêtre beginnt unser Abstieg auf verwurzeltem schattigen Weg. Der Dschungel ringsum scheint undurchdringlich und von der Felswand sind wohl einst die riesige Brocken in das jetzt trockene Flussbett gestürzt. Wir erreichen einen kleinen Wasserfall und ein Bassin. Der Weg scheint hier zu enden. Doch dann entdecken wir die Steinmännchen, die auf das Felsloch zwischen zwei Gesteinsbrocken auf der anderen Seite des Flusses weisen. Wir klettern hinüber und durch das Felsloch durch. Es beginnt der spannendste Teil der Schlucht. Unter der überhängenden Felswand des Rempart des Calumets von der es auf uns und die Steine, die mit schwarzen Algen überzogen sind, herunter topft, geht es bergab.


Felswand des Rempart des Calumets 

Die Steine sind nass und glitschig, doch wir klettern vorsichtig weiter am Fluss entlang hinunter, queren ihn mehrmals und erreichen schließlich offenes Gelände mit Blick auf Le Palmiste Rouge. Am Wegesrand wachsen Passionsfrüchte, die leider noch nicht reif sind. Ich pflücke kleine rote Früchte die wie eine Mischung aus Himbeere und Erdbeere aussehen und frage ein paar Männer ob sie genießbar sind. Sie sind lecker und vertreiben die Wartezeit auf den Bus.
Die Straße bahnt sich über Serpentine ihren Weg zurück nach Cilaos. Gerade mal 5 km sind es. Leider erlaubt mir mein Magen nicht, die Aussicht in vollen Zügen zu genießen. Durch den Tunnel de Gueule Rouge geht nur im Schrittempo, keine Handbreit passt rechts und links zwischen Bus und Fels. Die Bushaltestelle ist dann direkt vor unserm Hotel.
Am Nachmittag schlendern wir noch ein wenig durch Cilaos, die Kirchturmspitzte hüllt sich bereits in Wattewolken, ein tolles Bild.


Cilaos 

23.06.18

8 Uhr nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir startklar für unsere nächste Etappe nach Marla über die Passhöhe Col du Taibit. Wir nehmen den GR R1 einem zunächst sehr schönen leichten Wanderweg bis zum Bassin Bleu. Bis zum Bras Rouge folgt ein kräftiger Aufstieg. Dann queren wir den Fluss und machen Fotos vom Wasserfall, der rötlichbraune Spuren auf dem Stein hinterlässt.


Bras Rouge 

Am Abzweig des GR R2 nach ca. 3 Stunden ist es nun eindeutig, dass der GR R1 hier gesperrt ist. Ja, mit die Naturgewalten muss man sich engagieren. Wir kommen zu einer weiteren Straße und nun wird es erst so richtig steil. In engen Kehren bergauf kommen wir ganz schön ins Schwitzen. Um 12 Uhr sind wir am Îlet des Salazes und gönnen uns eine Kaffeepause. Ein belgisches Pärchen, dass gerade von Marla kommt, berichtet, dass es von nun an noch weitere 500 Höhenmeter bergauf sind. Diese Insel ist wirklich eine Herausforderung. Den Weg säumen hohe Heidebüsche voller Bartflechten ein eindeutiges Zeichen, dass die Wolken hier ihren Niederschlag fallen lassen. Wir steigen hinauf zur Ebene Plaine des Fraises und nach einem weiteren kräftigen Anstieg erreichen wir den Col du Taibit. Rückblickend genießen wir die Aussicht und die geschafften Höhenmeter. Vor uns leider nur eine dichte Wolkenwand – keine Aussicht auf Marla und die mächtige Wand Rempart de Mafate, die hier am Grand Benare endet und den Cirque an seiner Westseite begrenzt. Der Abstieg dauert dann ca. 1 Stunde.
In Marla angekommen suchen wir unsere Gîte Trois Roches welche sich auf einem Plateau befindet umgeben von den mächtigen Bergen, die sich in dicke Wolken hüllen. Nur ab und an geben sie einen kurzen Augenblick die Sicht frei, wow was erwartet uns da morgen früh für eine Aussicht.


Morne de Fourche  

24.06.18

Beim Frühstück berichten Franzosen, die auf Réunion leben und auch gerade wandern, dass zur Zeit die Wale bei La Port beobachtet werden können. Leider werden wir dazu keine Zeit haben. Uns erstaunt dabei, wie viele Einheimische für mehrere Tage hier wandern gehen. Der größere Anteil legt den Weg doch rennend zurück, was wir bei Begegnungen mit großen Augen bestaunen. Ein verrückter Freizeitspaß und dazu gibt es auch alljährlich im Oktober das härteste Ultra-Cross-Rennen der Welt. Bei der „Diagonale des Fous“ (Diagonale der Verrückten), wie dieser Lauf ehrfurchtsvoll genannt wird, gilt es, fast 150 Kilometer und über 9.000 Höhenmeter einmal quer über die Insel zurückzulegen.
Der GR R1 wird uns heute nach La Nouvelle bringen. Im leichten auf und ab erreichen wir schon bald den Abzweig zur Passerelle. Steil steigen wir bergab und schon ist das Rauschen des Rivièe des Galets zu hören. Wieder eine rutschige Flussquerung denke ich gerade, als die einzigartige Konstruktion der Brücke vor uns auftaucht. Der Wasserfall hat hier ein tiefes Loch in den Fels gewaschen.


Passarelle 

Wir verweilen ein wenig und starten zum Aufstieg zurück zur Hauptroute. Nächster Wegepunkt ist die Plaine des Tamarins, der wohl schönste Teil dieser Tamaindenebene. Teils grasbedeckt, teils sumpfig dient sie als Viehweide.


Plaine des Tamarins 

Am Abzweig nach La Nouvelle ist es erst 11 Uhr und der Wegweiser zeigt uns, dass es nur noch eine Stunde bis dorthin ist. Wir entscheiden, dass es noch zu früh am Tag ist und wählen den Weg zum Col des Beeuf einem spektakulären Aussichtspunkt. Als wir jedoch um 12 Uhr oben ankommen sind auch die Wolken bis hier her vorgedrungen. Nach Mafate und La Nouvelle haben wir noch eine super Aussicht, doch auf der anderen Seite schauen wir mal wieder auf eine weiße Wand.


25.06.18

Das Frühstück ist für Deutsche sehr mager. Jedem steht nur ein halbes Baguette mit einem kleinen Stückchen Butter und Marmelade zu. So kommen wir nicht über den Tag und suchen als erstes einen Laden, wo wir uns gleich mit zwei Baguettes eindecken. Die hat sicherlich der Hubschrauber, der heute Morgen dicht bei unserer Gîte gelandet ist, gebracht. Es gibt hier Dörfer, die keinen Straßenanschluss haben und nur aus der Luft mit Hubschraubern versorgt werden können.

Es folgt ein schönes Stück Waldweg auf dem GR 3 leicht nach oben und anschließend steil bergab. Die Absätze sind teils sehr hoch und rutschig. Das erfordert volle Konzentration. Doch jeder Weg hat auch ein Ende und schon um 11 Uhr sind wir an der Kreuzung mit dem GR R1 und GR R2. Nach rechts geht es zum Wasserfall Trois Roches. Vorerst wollen wir jedoch Richtung Marla bis zu einem Aussichtspunkt in die Schlucht.
Wieder am Kreuzungspunkt erreichen wir 15 Minuten später Trois Roches. Im durch das Wasser tief ausgewaschenen Kessel bildet sich durch die Gischt ein Regenbogen. Wir ziehen unsere Schuhe aus und waten durchs Wasser auf die andere Seite. Es ist so schön hier, dass wir uns eine Pause gönnen, unser Baguette essen und den spielenden Katzen auf der gegenüberliegenden Seite zusehen. Dabei stellen wir bei längeren Betrachten fest, dass wir in der Regenzeit nicht hier sein möchten. Welche Wassermassen müssen hier herunterfließen, um die Landschaft derart zu formen. Dagegen scheint der Rivière des Galets im Moment ein Rinnsal zu sein.


Trois Roches 

Auf teilweise recht steilen und hohen Felsstufen verläuft der Weg nun weiter, und beschert uns immer wieder super Aussichten. Wir kreuzen mehrmals kleine Bäche, dann wird der Weg erst flacher und es folgt ein kräftiger Abstieg. Schon taucht vor uns das erste Schild „Roche Plate“ auf. Die Schlucht öffnet sich vor unseren Augen –üppig, dunkelgrün, grandios und in die Tiefe scheint sie unendlich. Doch es ist noch nicht geschafft. Roche Plate liegt noch weit unter uns.


Roche Plate 

In Roche Plate fragen wir in der Schule nach dem Betreiber unserer Gîte, da wir diese zwar gefunden haben, aber weit und breit niemand zu sehen ist. Wir müssen etwas suchen, da die Dame ca. zehn Minuten entfernt wohnt.
Am Abend sind wir ihre einzigen Gäste. Wir werden mit Hausmannskost verwöhnt und versuchen uns mit unser paar Brocken französisch und Händen und Füßen mit unserer Wirtin zu unterhalten. Es ist recht lustig und als wir gerade gehen wollen, kommt sie mit einer großen Falsche selbstgebrannten Rum – ein Schlaftrunk wie sie meint – und es hat gewirkt.


28.06.2018

Am Morgen hängen noch ein paar Wolken an den Berghängen, doch mittlerweile wissen wir, dass sie sich schnell verzeihen. Die mächtige Wand des Grand Benare, die wir schon seit Tagen vor uns sehen, müssen wir heute erklimmen. 1.000 Höhenmeter immer bergauf auf dem Sentir de Roche Plate. Jeder Höhenmeter beschert uns noch fantastischere Ausblicke auf den Talkessel von Mafate der beim Einsturz der zentralen Magmakammer des Piton des Neiges vor 300 000 Jahren entstand. Dieser Talkessel ist der unberührteste der drei Talkessel, und seine Oberfläche ist noch zerfurchter als die der anderen Talkessel.


Roche Plate–Piton Maido 

Aus einem der Dörfer tief unter uns klingt leise Musik zu uns und begleitet uns ein Stück des Zickzackweges am Felshang.


Sentire de Roche Plate 

Der Gipfel rückt näher, und erst Wölkchen ziehen heran. Dann ist es geschafft – wir sind am Gipfelkreuz des Piton Maido und fallen uns in die Arme. Geschafft- diese außergewöhnlichen Wanderungen, die in großen Teilen unsere vollste Konzentration gefordert haben, in einer so einzigartigen Landschaft und Natur. Das Glücksgefühl könnte kaum größer sein.
Nun stellt sich die Frage, wo am Piton Maido sollen wir eigentlich abgeholt werden? Der Wegweiser zeigt einmal zum Busparkplatz oder zum Parkplatz am Aussichtsplateau. Wir gehen zu letzteren noch 30 Minuten und stehen erst jetzt an der eigentlichen Aussichtsplattform in den Talkessel. Leider ziehen mal wieder die Wolken im rasenden Tempo heran. Doch können wir uns nicht sattsehen an den sich immer wieder bietenden Ausblicken zwischen den Wolken in den Kessel.


Blick vom Le Maido zum Grand Bénare  

Als der Talkessel gänzlich mit Wolken bedeckt ist, gehen wir zum Parkplatz, wo auch schon kurz darauf unser Auto kommt. Dies bringt uns in unendlichen magenunfreundlichen Serpentinen von 2.171 m auf „0“. Mein Kreislauf wehrt sich ein wenig dagegen.
In St.-Gilles laufen wir nochmal die Einkaufsstraße zum Stand. Am Abend müssen wir unsere Sachen wieder umpacken, denn unsere Reise ist noch lange nicht zu Ende. Die nächste Nacht werden wir wieder im Mehrbettzimmer verbringen und wollen den größten Teil unserer Sachen im Auto lassen.


27.06.18

Die Formalitäten der Mietwagenübernahme sind schnell erledigt und unser Handynavi führt uns auf die Rue de Tamarinds Richtung Brasse Valle. Dort wollen wir die Küstenwanderung zum Cap Méchant machen. Doch kurz vor der kleinen Brücke, an der wir die Hauptstraße verlassen müssen, stehen wie im Stau. Nichts rührt sich, doch reagieren alle Autofahrer ganz gelassen. Es gibt kein Ausweichen und es ist bereits 12 Uhr. Wir überlegen bereits umzukehren, als es endlich weiter geht. Die Straße verläuft direkt an der überhängenden Felswand und die Arbeiter sind gerade dabei, diese mit Stahlnetzen zu sichern.


Cap Méchant 

Unsere Wanderung können wir nun vergessen, fahren aber zum Parkplatz am Cap Méchent. An der steilen Lavaküste mit Lavabögen brechen sich die Wellen und Gichtfontänen steigen in die Höhe. Welch Kontrast, der tiefblaue Himmel, die schwarze Lavaküste mit ihrem grasbedeckten Plateau dazu das blau-weiß der brechenden Wellen.
Zurück an der Hauptstraße ist diese erneut geschlossen. Oh, die Zeit läuft und jetzt sind wir auch noch Linksabbieger. Wir sehen unsere Chancen schon schwinden, auf der Fahrt zum Vulkan noch den einen oder anderen Abstecher zu machen. Da wird die Straße wieder frei gegeben und eines muss man den Einheimischen lassen, schon nach den ersten Autos lässt man uns abbiegen.

Ab dem Abzweig nach Le Tampon kommen wir aufgrund der vielen Autos und engen Straßen nur langsam voran. Welch ein Unterschied zur autofreien Einsamkeit der letzten Tage. Hinter Plaine des Cafres biegen wir Richtung Bois Curt ab. Als wir an der Aussichtskanzel Belvédère ankommen, stehen wir der Sonne genau gegenüber. Das macht das Fotografieren etwas schwierig, doch der enge Kessel mit dem Wasserfall, der in ein blaues Becken fließt, ist grandios. Wir halten uns nicht lange auf, da wir nicht einschätzten können, wie lange wir noch bis zur Gîte du Volkan benötigen. Die Landschaft wird immer karger und wir klettern immer höher hinauf. An dem einen und anderen Aussichtspunkt halten wir noch an, zu schön ist der Anblick über den Wolken. Morgen werden wir mehr Zeit haben. Die Sonne senkt sich bereits und taucht die Plaine des Sables in ihre wunderbarsten Rottöne.


Plaine des Sables 

Die Asphaltstraße wechselt in eine Piste, die wir nun doch noch bis zum Parkplatz am Ende der Rue de Volcan fahren. Ein eisiger Wind weht über die Landschaft als wir aus dem Auto steigen. Schnell noch ein paar Fotos, wir freuen uns schon auf die Wanderung zum Piton de la Fournaise am morgigen Tag.


Piton de la Fournaise  

Noch 1,3 km bis zur Gîte, die wir kurz vor Sonnenuntergang erreichen. Später berichtet ein Deutscher, der im Dunkeln vom Aussichtpunkt kommt, dass oben ein leichter Regen nieder geht und der Wind eisig weht. Noch machen wir uns darüber keine Gedanken.


28.06.18

5.30 Uhr stehen wir auf, da wir zu unserer Wanderung um 7 Uhr starten wollen. Als wir die Tür des Bettenhauses öffnen, welche Bescherung – wir sind mitten in den Wolken aus den es leicht regnet. Noch haben wir Zeit. Erst mal Frühstück, das wird schon werden. Es wird 7 Uhr, es wird 8 Uhr die Suppe draußen scheint für einen Moment etwas heller. Was machen, es erinnert uns an unser Reise nach Kamtschatka. Ein Pärchen aus Südafrika bewundert immer noch unseren Optimismus. Um 9 Uhr fahren wir hoch zum Vulkan – nichts als eine weiße Wand, dazu weiter leichter Regen und kräftiger Wind. Ohne Aussicht lohnt der Aufstieg nicht und wir beschließen an die Ostküste nach Ste Rose zur fahren, um dort eine Küstenwanderung zu unternehmen. Das Nieselwetter begleitet uns bis zur Küste. Bloß gut, dass wir gestern noch ein paar Fotos gemacht haben. Kurz vor Ste Rose erwischt und dann ein Platzregen, am Vulkan hängen immer noch die Wolken.
Nicht weit vom Hotel finden wir den Einstieg auf den Küstenweg. Es scheint uns alles sehr wild, riesiger Bambus und Schraubenbäume.


Sainte Rose: Küstenwanderweg 

Wir haben den Eindruck als hätte ein Riese Mikado gespielt. An einem Picknickplatz ist der Weg nicht mehr eindeutig und wir gehen ein Stück an der Straße entlang. Am Einstieg zur in unserem Reiseführer beschriebenen Wanderung finden wir den Weg nicht. Wir stehen irgendwo im nirgendwo dazu fängt es auch noch an zu regnen. Was machen aus diesem Tag? An der Straße nimmt uns ein netter Autofahrer zum Hotel zurück mit, wo wir in unseren Mietwagen steigen und zu den Anse des Cascades fahren. Unzählige Wasserfälle stürzen über das üppige Grün herab.


Anse des Cascades 

Uns verwundert wie viele umgestürzte Bäume hier herumliegen. Wir versuchen trotz einsetzenden Nieselregen ein Stück des Küstenweges Richtung Pointe des Cascades zu gehen. Auf und ab über Wurzeln und scharfe Lava verengt sich der Weg und unsere Hosen werden aufgrund der pitschnassen Pflanzen am Wegesrand auch nass. So geben wir auf und gehen zurück.
Nirgends sonst auf Réunion prallen die Naturgewalten so heftig aufeinander wie an der Südostküste. Die starken Passatwinde treiben die Wellen des Ozeans auf diesen Küstenabschnitt, von der Landseite schiebt sich die heiße Lava nach Vulkanausbrüchen jedes Mal um einige Quadratmeter ins Meer.


Notre Dame des Laves in Piton Sainte-Rose  

Die Notre Dame des Laves besichtigen wir auf dem Rückweg und kaufen uns für den Abend etwas im Supermarkt. Im Hotel erfahren wir dann auch den Grund für die vielen umgestürzten und geköpften Baumkronen. Im März hat hier ein Zyklon gewütet und es konnte noch nicht alles wieder beseitigt werden.


29.06.18

Unser letzter Tag auf der Insel. Nach dem Frühstück verlassen wir Ste Rose Richtung Norden auf der N2. Den ersten Stopp machen wir an der Pont Suspendu de la Rivière de l'Est. Schade, dass man nicht hinüberlaufen darf.


Pont de la Rivière de l´Est 

An der Hauptstraße fällt uns die Eglise de Sainte Anne auf, die wie aus Zuckerguss gemachte scheint. Das müssen wir uns näher ansehen. Die Seitenkapelle ist für unseren Geschmack recht kitschig doch auch irgendwie liebenswert.


Eglise de Sainte-Anne 

Unterwegs versuchen wir noch den einen und anderen Fotostopp einzulegen, um einen letzten sehnsüchtigen Blick auf die Berge zu werfen. Saint-André erreichen wir gegen 11 Uhr. Da wir keinen Stadtplan haben und der Colossus-Tempel nirgendwo ausgeschildert ist, zeigen wir ein Bild des Tempels Passanten. Wir werden in die Gegenrichtung geschickt und irren umher. Mehrmals fragen wir, doch werden wir immer in die genau anderen Richtung geschickt. Dann landen wir in der Hauptstraße und sehen einen bunten Tempel. Wie sich herausstellt sind wir am Petit Bazar Tempel. Die Anlage dürfen wir betreten und Fotos machen, doch in die Tempel lässt man uns nicht hinein.


Saint-André Temple de Petit Bazar 

Wo ist aber nun der Colossus-Tempel? Wir fragen abermals. Dann fahren wir verzweifelt in Richtung Meer. Es soll ja einen Freizeitpark gleich daneben geben. Und da finden wir den Tempel endlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Wir betreten die Anlage, sind aber im Vergleich zur Farbenpracht des Petit Bazar Tempels etwas enttäuscht.


Saint-André Temple du Colosse 

Nun wieder raus aus diesem Chaos. Irgendwie schaffen wir es auf einmal ganz schnell auf die N2 zu kommen und erreichen um 12 Uhr St. Denis und unseren vorher ausgesuchten Parkplatz.
Hungrig suchen wir uns einen Bäcker. Nicht weit entfernt ist der Petit Marcé mit einem kunterbunten Obst und Gemüseangebot. Wir können uns kaum sattsehen, was es da so alles gibt und entscheiden uns für eine Ananas. Diese sind zur Zeit gerade reif und schmecken herrlich süß und saftig. An einem Stand entdecken wir dann auch die kleine rote Sorte der Guava. Um Hell-Bourg haben wir diese gesehen, doch hingen sie immer zu hoch, um welche zu naschen.
Weiter durch die Fußgängerzone der Rue du Maréchal Lecler lassen wir uns durch die multikulturelle Vielfalt der Inselbewohner treiben. Aus der Moschee strömen gerade die Gläubigen, links und rechts die Designergeschäfte. Dann verengt sich die Straße und wird von alten Kolonialhäusern begrenzt. Am Ende erreichen wir den Grand Marché. An einer zentralen Gasse befinden sich 8 Pavillons in denen man die letzten Souvenirs erstehen kann, wohl meist aus China. Interessanter ist da das Gebäude an sich. Die vorgefertigten gusseisernen Elemente wurden importiert und vor Ort montiert.
Wir lassen uns durch die Straße treiben, verlaufen kann man sich nicht, die Stadt ist im Schachbrettmuster angelegt und so fällt die Orientierung leicht.

Etwas wehmütig fahren wir zum Flughafen und geben unseren Mietwagen ab. Es hat uns so gut gefallen auf La Réunion und es gibt noch so viele Wanderwege, die begangen werden wollen. Wir sind vielen netten Menschen begegnet und Sprachbarrieren gab es nicht.

Ein ganz großes Dankeschön an Schulz aktiv reisen und auch speziell an Arnaud, der unser Ansprechpartner vor Ort war, welcher für den absolut reibungslosen Ablauf unserer Reise sorgte.


La Réunion – Frankreichs wildes Inselparadies
Ein Reisebericht von Birgit Thiel
Reisezeitraum: 16.06.–29.06.18

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