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Die Südinseln der Kapverden vom 17.11.-25.11.06

Reisebericht von Lysann Müller, Mitarbeiterin bei schulz aktiv reisen

Eins vornweg: All Inclusive – Urlaub ist auch auf den Kapverden möglich. Doch muss man bis vor die Küste Senegals reisen, um sich in einer 1000-Betten-Burg von „Touristenbetreuern“ animieren zu lassen? Wo ein „Folkloreabend“ dazu dienen soll, die örtlichen Bräuche kennen zu lernen? Die Kapverden haben mehr zu bieten. Und vor allem die Inseln ohne „paradiesisch weißen Sandstrand“ haben eine Chance, ein Ort für Individualisten zu bleiben.



Wir fliegen via Lissabon nach Sal, eine der Sandinseln. Die Einreiseformalitäten am Flughafen sind schnell erledigt. Wir nehmen unser Gepäck entgegen und fahren gegen Mitternacht ins „Hotel Pontao“ in Santa Maria zur Zwischenübernachtung. Diese Insel ist trocken und hat kaum Vegetation. Aufgrund der kilometerlangen Strände gilt Sal als Badeparadies.

Am nächsten Morgen fliegen wir nach Santiago. Schon vom Flugzeug aus sieht man den Unterschied zu Sal: Das Inselinnere ist gebirgig mit tiefen Tälern und die Küste ist steil. Ab und zu gibt es kleine schwarze Sandstrände.

Es ist Oktober, also kurz nach der Regenzeit und so können wir uns bei der ersten Wanderung durch das Tal Ribeira Grande nach Cidade Velha an einer üppig Grünen Landschaft erfreuen.


Durch das grüne Tal Ribeira Grande 
Eine kleine Grogue Destille 
Im Grünen Tal 
Üppiges Grün  
Blick über das grüne Tal 
Blick über das grüne Tal  
Im Ribeira Grande  

Überall zwitschert und zirpt es anders: neugierige Vögel und bunte Schmetterlinge begleiten uns durch das Tal. Unterwegs finden wir kleine Grogue Destillen. Bei der Ankunft in Cidade Velha werden wir auf eine Grogue – Probe eingeladen. Die Arbeiter – selbst offensichtlich dem Alkohol nicht abgeneigt – sind stolz auf ihren Grogue und würden kein Trinkgeld annehmen. Hier, wo der Massentourismus noch nicht Einzug gehalten hat, erlebt man noch wirkliche Gastfreundschaft.

Bei einem kurzen Spaziergang durch die Stadt werden wir mit der Vergangenheit konfroniert. Die ehemalige Hauptstadt Santiago gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.


Die berühmte Rua de Banana 
Cidade Velha 
Cidade Velha - ehemaliger Mittelpunkt des Sklavenhandels 
Der Markt- ehemaliger Hauptumschlagsplatz für Sklavenhandel  
In der Rua de Banana 

Cidade Velha war früher Hauptumschlagsplatz für den Sklavenhandel und wurde durch den angehäuften Reichtum einst durch Piraten wie Francis Drake heimgesucht.

Abends geht es hinauf nach Rui Vaz in den Bergen auf etwa 1000m Höhe. Wir übernachten in einer kleinen charmanten Berg-Logde mit grandioser Aussicht.
Am nächsten Morgen besuchen wir zunächst den Markt in Assomada: saftige Früchte, frische Fische, ja sogar einzelne Medikamente werden hier verkauft.


Markt auf Santiago 
Markttag 

Die heutige Wanderung geht durch die grüne Natur in der Serra Malagueta, dem sogenannten Chiligebirge.


Wanderung durch die Serra Malagueta 
Blick auf das Tal Ribeira Principal 
Gigantisches Panorama 
Bergpanorama 
Pflanzenpracht 
Serra Malagueta 
Das sogenannte Chiligebirge 
Abwechslungsreiche Landschaft 
Wanderung auf nahezu unbekannten Pfaden 
Verdiente Rast 
Bergdorf 
Schule 
Unterricht 
Ausbildungstätte für junge Tischler 

Die Tour hinunter in das Tal Ribeira Principal ist sicher eine der schönsten auf dieser Insel: sehr abwechslungsreich und ab und zu durch verlassene Dörfer. Unterwegs begegnen uns immer wieder Einheimische aber keine anderen Touristen.

Nach der Tour haben wir uns eine Abkühlung in der berühmter Bucht von Taraffal verdient.


Am Strand 
Taraffal-der berühmte Sandstrand 
Bucht von Taraffal 

Weiter geht’s nach Praia, der neuen Hauptstadt Santiagos und heutigen Übernachtungsort.


Die Serra Malagueta im Abendlicht 

Die Nacht ist allerdings sehr kurz, weil der Flug nach Fogo schon früh am Morgen geht. Wir quälen uns aus den Betten, weil man uns ein tolles Frühstück in Sao Filipe verspricht!

Vom Flugzeug aus schon sieht man ihn: den Bilderbuchvulkan.
So langsam sind wir hungrig und freuen uns auf das versprochene Frühstück.


Frühstück bei Renata auf Sao Filipe 

Bei Renata werden wir nicht enttäuscht. Mit Blick auf die Nachbarinsel Brava genießen wir den frischen Ziegenkäse und wunderbar aromatischen Fogokaffee.

Ein kurzer Stadtbummel durch Sao Filipe dient der Orientierung. Die Stadt ist einer der ältesten Orte auf den Kapverden und wurde auf einer Klippe über dem Meer gebaut.


Vor dem Bilderbuchvulkan 
Pico do Fogo 
Gruppenfoto! 
in der Bordeira 
Wanderung zum kleinen Ausbruchskrater 
Auf dem Pico Pequenho 
Bizarre Landschaften 
Bizarre Landschaften II 
Mondlanschaft 
Mondlandschaft II 
Wanderung entlang der Bordeira 
Lavaströme 
erkaltete Lava 
Lava 

Am nächsten Tag geht es hinauf in die Caldeira auf etwa 1.700m Höhe. Oben angekommen wandern wir zunächst zum kleinen Ausbruchskrater von 1995 (Pico Pecuenho) und danach entlang der Bordeira. Unser ortskundiger Führer Alcindo zeigt uns, dass es die Bewohner tatsächlich geschafft haben, den vulkanischen Boden zu kultivieren. Hier wächst z. B. der aussergewöhnlich gute Fogo-Wein.
Wir übernachten bei Audelia in der Cha. Zum Abendessen gibt es Cachupa, einen Eintopf der vorwiegend aus Mais und Bohnen besteht. Dazu trinken wir ein Fläschchen des selbst angebauten Weines. Die Menschen sind unheimlich gastfreundlich und offen. Sicher ist es für uns gewöhnungsbedürftig, ohne Elektrizität und fließend Wasser auszukommen. Aber es geht! Und das wunderbar.


Übernachtung in der Cha 
Kleines Dorf in der Cha -Portela 

Nach dem Essen gehen wir noch zu Ramiro. In seinem Krämerladen gibt’s Bier, Klopapier, Handfeger, Livemusik und jede Menge mehr.
Wir schlafen wunderbar.


Gemeinsames Frühstück 
Freundliche Bewohner 

Heute wandern wir durch den größten Kapverdischen Wald hinab auf die grüne Seite nach Mosteiros. Durch Plantagen und Wald mit Blick auf den Atlantik geht es ca. 1300m stetig bergab.


Durch den größten Kapverdischen Wald 
Zitronen 
Im Kapverdischen Wald 
Kaffeepflanzen 
Grün soweit das Auge reicht 
Baobab 
In Mosteiros 
Angeln 
Schwarzer Strand in Mosteiros 

Bevor wir per Transfer zurück nach Sao Filipe fahren, halten wir noch in La Salinas zum Badestopp. In den Natruschwimmbecken kann man sicher vor der Brandung schwimmen.


Im Naturschwimmbecken von Salinas 

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