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Impressionen der Cuba-Marathon-Reise zum Marabana 2005
Zitiert / aufgeschrieben von Christel Schemel

Einmaliger „Marabana“ 2005

Auch in diesem Jahr (2005) nahmen Teilnehmer aus über 60 Ländern daran teil. Zum „Marabana“, so nennen die Kubaner den Kuba-Marathon – der übrigens aus Anlass des Tages für Körperlkultur und Sport in Kuba und des 486 Jahrestages der Gründung der Stadt Havanna durchgeführt wird. Es kamen aus der Hauptstadt, den Provinzen und von fünf Kontinenten über 1500 Läufer. Dabei finden stets in Havanna die Hauptläufe, d. h. der Marathon, Halbmarathon und der symbolische Friedens-Mini-Marathon statt.


19. Internationaler Kuba-Marathon "Marabana"; Zieleinlauf vor dem Capitol


Warum der Marabana.-Maracuba nach wie vor das größte Lauffest der Welt ist? Ja, Kubaweit werden zeitgleich während 3600 Laufveranstaltungen Wettbewerbe durchgeführt. Über eine Million Einwohner jung und alt, beteiligten sich auf diese Weise am Laufspaß in allen 15 Provinzen – eben ein riesiges Laufspektakulum.


Festlichkeit vor dem Marathon überall im Zentrum.


Schnappschuss in Havanna, Hochzeitspaar. 18. Novem


Neben den dänischen Läufern war die größte ausländische Läufervertretung unsere Gruppe! Dieses Mal sogar mit Aktiven aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Kroatien und natürlich aus ganz Deutschland. Unsere Läufer brauchten ihr Können nicht unter dem Scheffel stellen. So belegte die Berliner Ärztin Ursula von Knobloch den dritten Platz im Marathon in 3:39:56 in der Gesamtwertung, Christine Trommer den 3. Platz ebenfalls im Marathon in ihrer Altersklasse (3:49:13) und auch Dragica Vranic (Kroatien) ist lobend zu erwähnen. Sogar die kubanische Tageszeitung resümierte in ihrem MARABANA-Bericht mit der Titelzeile „Kuba und Deutschland teilte sich bei den Frauenwettbewerben diesmal schwesterlich die Siegerplätze“. Beglückwünscht wurden sie alle bei der Siegerehrung - übrigens von der kubanischen Lauflegende und heutigem Vizesportdirektor, Alberto Juantorena, Doppelolympiasieger von 1976 über 400m und 800m.


Unsere REISEZEIT-Gruppe vor dem Sportzentrum Kid Chocolate, wo wir unsere Startnummern in Empfang nahmen.


Nach den wunderbaren Tagen in Havanna, in Santa Maria, Pinar del Rio und Cojímar- wo Hemingway lebte, schloss sich eine Rundreise von über 1100 km durch Kuba an. Sie führte in 5 Provinzen, beginnend in La Habana und endete für uns alle viel zu früh in Varadero. Besonders Matanzas werden wir nicht vergessen, denn hier haben wir zum ersten Mal in unserem Leben Meerschweinchen-Roulett gespielt. Zu gewinnen gab es natürlich Rum!
Eine der Perlen Kubas, Cienfuegos, konnten wir kennen lernen. Lurdes, unsere Fremdenführerin, führte uns über den Prado der Stadt bis zum Theater Thomas Terry. Egal in welche Stadt und kleine Ortschaften wir kamen… Alberto, unser Busfahrer lenkte uns durch Straßen und Gassen, die uns oft viel zu schmal erschienen, sicher und erfolgreich hindurch. Selbst längere Fahrpartien kamen uns wesentlich kürzer vor, weil es unterwegs viel zu entdecken gab. Alberto hielt an Bananenhainen und an Aussichtsstellen mit Blick in herrliche Täler. Und überall wusste uns Lurdes reichlich zu berichten: über die gerechte Verteilung von Lebensmitteln mit Hilfe der Lebensmittelkarten, die Schulen, das Familieneinkommen, die Essgewohnheiten, über die kulturelle Traditionen der Kubaner, ihre Feiertage, über Lebenserwartung, Hautfarben der Menschen auf der Insel, natürlich über die Revolution in Kuba und wie die Kubaner täglich ihre Probleme lösen.
Wir wurden durch das wunderschöne Trinidad geführt, eines der ältesten Städte auf der Insel, waren im „Romantischen Museum“ und bewunderten die Reichtümer der Familie Brunnét. In der Parochial-Kirche am Plaza Mayor beeindruckten uns die aus 15 verschiedenen Hölzern geschnitzten Altare und der „müde Christus“. Schließlich durften wir freiwillig im Gefängnis Santa Ana einsitzen, bekamen dort köstliches Essen und reichlich zu trinken. Über die uns in Stimmung versetzende Cha Cha Rhythmen brauche ich gar nicht erst zu erzählen. Die Märkte der Region von St. Espíritu waren eine große Verführung. Wir kauften Rum, Rumbarasseln, Bilder …und mehr.
Der Badeausflug auf die Insel Santa Maria im Norden Kubas mit der Geburtstagsfeier von Matthias war wirklich ein Traumtag. Wirklich, nirgendwo anders kann Fisch noch besser schmecken als in Santa Maria. Ein wahres Seemannsessen war das. Schließlich erlebten wir den vorletzten Höhepunkt: den Besuch von Santa Clara, die Besichtigung des Mausoleums zu Ehren von Che Guevara und seiner Kameraden und des historischen Panzerzuges in der Stadt.
Dank Lurdes und Alberto wurde uns Kuba nahe gebracht. Wir wissen nun, was eine Rapedita, Floredita und Bodegita ist – und werden jedem empfehlen, die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Kubaner zu genießen.
Eine Rundreise, empfanden alle Teilnehmer, ist ein MUSS! Mit uns zog immer das gute sonnige Wetter. In Varadero erfreuten wir uns am herrlichen breiten weißen Strand, gingen joggen - es war buchstäblich alles „all inclusive“.
Der Abschied fiel uns schwer: von Lurdes und Alberto, dem wohl elegantesten Busfahrer und Gentlemen. Auch im kommenden Jahr (2006) werden die Teilnehmer ein interessantes Programm mit gut ausgewählten Hotels und mit einmalig schönen Ausflügen etc. erleben dürfen.


Vor dem größten Mural (Wandmalerei) in Kuba. "Prähistorische Zeit" in Pinar del Río.


Fotos: Christel Schemel

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