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Azoren – Wandern auf 3 Atlantikinseln
Ein Reisebericht von Angela Weymann
Reisezeitraum: Juni 2017

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Diese Reise auf 3 Atlantikinseln beeindruckt besonders durch ihre Vielfalt und Abwechslung, wunderbare Ausblicke, angenehmes Klima, viel grün, eine endemische Pflanzenwelt und einzigartige Tierwelt.

Besonders ist sie empfehlenswert für Naturfreunde die abschalten, träumen und mit vollen Zügen Flora und Fauna genießen wollen. Es sind meist etwas verschlafene ruhige Orte, jenseits des Massentourismus, den es auf den Azoren nicht gibt, wo man den Alltag hinter sich lassen kann.

Wunderbar verbinden kann man diese Reise mit einem Aufenthalt in Lissabon, was ich vor meiner Azorenreise tat und die Stadt für mich als weltoffen, freundlich und überschaubar entdeckte mit tollen Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten. Es gab viel zu entdecken und zu erkunden. Der Aufenthalt war einfach phantastisch. Es ist eine gute Einstimmung auf die Portugiesen, die ich nur freundlich erlebt habe und den Inselurlaub auf den Azoren.

Die erste Insel Faial erreicht man von Lissabon und landet in der Hauptstadt Horta, wo auch die erste Unterkunft ist. Leider sind die Zimmer im ersten Hotel sehr klein und es gibt wenig Ablagemöglichkeiten auch keine Haken. Aber das Hotel ist sehr zentral gelegen. Man kann alles erlaufen und abends noch mal bummeln gehen.

Horta versprüht viel Charme besonders durch die reizende Altstadt und seinen Hafen mit tausenden bunten Malereien der den Atlantik überquerenden Segelboote. Dort lohnt ein intensiver Bummel.


Hafen von Horta  

Die berühmte Seglerkneipe „Peter Café Sport“ ist ebenfalls einen Besuch wert – mit guter Küche und einzigartigem Flair, klein und fein. Faszinierend immer wieder auf dieser Reise der majestätische Anblick des Berges Pico bei den verschiedensten Lichtverhältnissen, mit mehr oder weniger Wolken, bedeckt oder frei in der Sonne. Ein immer wieder verlockendes Fotomotiv.


Fast immer im Blick: der Pico 

Die Insel Faial besticht durch faszinierendes Lavagestein, wunderbare Ausblicke auf die Steilküste, einem gewaltigen Einsturzkrater und den beliebten Hortensien, die leider im Juni noch nicht blühen, was wir sehr schade fanden. Ein paar wenige konnten wir aber doch bewundern. Zum Baden muss man sich auf zerklüftete steinige Badestellen einstellen die meist über eine Leiter zu erreichen sind bei etwa 18 °C Wassertemperatur im Juni.


Leuchtturm von Ribeirinha 

Auf der zweiten Insel São Jorge ist der längste Aufenthalt der Reise mit 6 Tagen. In der großen Appartmentanlage mit Swimmingpool und großen Terrassen haben wir uns sehr wohl gefühlt. Der gemütliche Aufstieg zum Hausberg in Velas, wo sich etwas außerhalb die Unterkunft befindet, bietet einen sagenhaften Blick über die Steilküste und die Inselhauptstadt.


Hausberg von Velas 

Die Wanderungen auf São Jorge sind sehr unterschiedlich und es gibt immer wieder neues zu entdecken, verschlafene Bauerndörfer, Terrassenlandschaften, die kleinste Kaffeeplantage der Inseln, rauschende Wasserfälle oder Lagunen. Besonders schön ist die Wanderung zum Pico da Esperança 1053 m hoch, über sattgrüne Weiden vorbei an Kraterseen.


Pico da Esperança 
Blick auf Fajã do Ouvidor  
Urige Badestelle in Fajã do Ouvidor 
Blick auf Velas 
Entlang der Steilküste zur Fajã de Além 

Bei der Überfahrt auf Pico hatten wir leider etwas Pech mit Wellengang und kleiner Fähre, so dass einige aus der Gruppe froh waren als die Überfahrt vorbei war und wir, teils recht blass, wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Die Insel ließ den kleinen Zwischenfall schnell vergessen. Die Wanderung am nächsten Tag durch die Weinfelder und über Lavagestein war spannend und das Highlight des Tages der Besuch eines Walbeobachtungsturmes und die Weinverkostung bei einem Winzer am Schluss der Wanderung sorgten für Spaß und Genuss.


Wanderung auf Pico in den Weinfeldern – über Lavagestein  

Ein besonderes Highlight war das whale watching, bei dem alle mit reichlicher Vielfalt an Sehenswertem belohnt wurden. Zum einen der Blick vom Wasser auf die Küste, immer den Pico vor Augen, zum anderen Wale, Delfine, eine Schildkröte, Quallen, Vögel – u.a. den Gelbschnabelsturmtaucher, der uns den ganzen Urlaub mit seinen einzigartigen Rufen begleitete.

Schön an dieser Reise fand ich am Abend die unterschiedlichen, teils urigen Lokalitäten mit leckeren Fisch- und Fleischspezialitäten. Interessant fand ich auf Pico das Walmuseum mit Informationen über den Walfang und auf São Jorge die Käserei, die wir mit steriler Verkleidung besuchen durften. Auch die kleinste Kaffeeplantage zu besichtigen war sehr interessant. Der Wettergott war uns hold. Es regnete nur an einem Abend und an 2 Tagen nieselte es mehr oder weniger kurz bei angenehmen Temperaturen um die 20 bis 25 °C.

Auch wenn sich nicht alle aus der Gruppe die Besteigung des Pico, des höchsten Berges Portugals, mit 2351 m zutrauten, war es eine rundum gelungene Reise. Einziges Manko für mich etwas zu wenig Informationen und Trinkpausen von unserem Reiseleiter Herbert Wietreich. Für mich sind die Azoren auf jeden Fall eine Reise wert.


Azoren – Wandern auf 3 Atlantikinseln
Ein Reisebericht von Angela Weymann
Reisezeitraum: Juni 2017

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