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Impressionen nach der Reise ins Herze der Sahara im April 2007
von Steffi Goldacker

Nirgends schmeckt ein Glas Pfefferminztee so gut wie am Abend unter dem Sternenzelt in der Wüste neben dem Feuer der Tuareg, während der arabische Reiseleiter Märchen aus 1001 Nacht erzählt und wir den Tag gefüllt mit Erlebnissen und Eindrücken noch einmal Revue passieren lassen.

Fast 3000 km trennen uns von den geraden erblühenden Landschaften in Mitteleuropa. Wir sind im Herzen der Sahara unterwegs.
11 Reisebegeisterte, eine 5-köpfige Tuareg-Begleitmannschaft und ein arabischer Guide aus El-Goléa, einer Oase in Zentral-Algerien. Er hat im Goethe-Institut in Algier deutsch gelernt.

Unsere 14-tägige Geländewagentour startet in Tamanrasset (kurz Tam) und führt uns am Anfang gen Norden in das Hoggar-Gebirge auf den Assekrem (2585 m), wo wir Sonnenauf- und –untergang erleben dürfen mit majestätischer Kulisse. Auch die ersten Wüstentiere begegnen uns – farbenprächtige Leguane.
Mit einem der Kirchendiener, die Charles de Foucaulds Erbe hier oben weiterführen, unterhalten wir uns in einem Mix aus deutsch, französisch und englisch und erfahren von der Härte des Lebens, aber auch von der Schönheit der Einsamkeit. Schnee fällt auch hier, Regen wird auf den Dächern gesammelt und manchmal haben sie mit starken Stürmen zu kämpfen. All die meteorologischen Phänomene werden von den Ordensbrüdern an das algerische meteorologische Institut weitergeleitet. Dafür erhalten sie dann in regelmäßigen Abständen Obst, Gemüse, Brot.

Wir kehren nach Tam zurück, wo die Autos mit Lebensmitteln, Wasser und Benzin beladen werden und alles klar gemacht wird für die „wirkliche Wüstentour“. Nach einem „Stadtbummel“ geht es nach SE auf der sogenannten Südroute in Richtung Djanet, der Oasenstadt am Südhang des Tassili N’Ajjer. 7 Tage sind wir im Tassili du Hoggar und im Erg d’Admer, in den Bezirken Tam und Djanet unterwegs auf Sandpisten, die manchmal mehrere Kilometer breit sind. Immer wieder beeindruckt die Landschaft auf’s Neue. Basaltsäulen, Granitblöcke, Sandsteinfelsen, ab und zu ein Wadi, leicht bewachsen mit Bitterkürbis oder der sogenannten Kranka – und endlich, die erste Sanddüne. Wie vielfältig die Sahara doch ist, war einigen von uns bekannt, doch überrascht sind wir alle. Klimatisch müssen wir uns jedoch ziemlich umstellen. Die angekündigten durchschnittlichen 25°C werden täglich überschritten. Die Temperaturen steigen bis auf 38°C im Schatten, so dass die langen Mittagspausen eingehalten werden müssen, nicht nur um uns zu schützen, sondern um auch die Autos nicht zu überhitzen.

Am 8. Tag können wir uns mal wieder richtig waschen, nachdem unser Wasservorrat am Brunnen von Tiririn aufgefüllt wurde. Ein 15 Liter-Kanister für drei Frauen und es ist am Ende noch Wasser über. Ob wir wohl zu Hause weiterhin so sparsam mit dem kostbaren Nass umgehen werden?

In Djanet erwartet uns Leben, ein kleiner Markt, Souvenirläden, ein kleines Café, wo ein Milchkaffee geschlürft wird. Aber wir verweilen nur kurz, denn es geht noch weiter gen SE ins Tadrart – ein Geheimtipp, der schon nicht mehr ganz so geheim ist. Die Landschaft ist einfach zu überwältigend, als dass es nicht weiter erzählt wird. Besonders begeistern uns die Dünen, die, je weiter wir ins Tadrart vordringen, um so roter werden. Auch Felszeichnungen und Gravuren sind sehr viele aus den unterschiedlichsten Perioden zu bewundern. 5 Nächte noch unter dem Sternenzelt der Sahara, dann hat uns Djanet wieder und wir genießen den letzten Abend in der kleinen Oasenstadt, bevor am nächsten Morgen der Flieger uns direkt aus dem Herzen der Sahara nach Frankfurt bringt. Eine sehr eindrucksvolle Reise ist zu Ende…


Tamanrasset, Camp


Blick vom Assekrem auf die Basaltkolosse Tezouai, As Saouinan


Bummel durch die Geschäfte von Tam


Treff mit Nomaden-Kindern


Steinsäulen bei El Ghessour


Die erste Düne


Im Tin Akachaker Gebiet    

Felsgravuren von Dala


Bizarre Felsen des Thahagart


Reiseleitung und Tuaregbegleitung   

Mittagsrast unter einer schattigen Akazie


Endlich mal Wasser am Brunnen von Tadant


Oasenstadt Djanet


Im Tadrart - die Kathedrale


Felszeichnungen


Ein Igel oder doch ein Frischling?


Die roten Dünen von Tin Merzouga   

Gruppenfoto


und zum Abschluss "La vache que pleure" - die berühmte weinende Kuh


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