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Azoren – Vier Atlantikinseln 2016

Wandern auf 4 Atlantikinseln
Reisezeitraum: 23.07.–05.08.2016
Ein Reisebericht von Alexandra Koch

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Unsere 14-tägige traumfarbene Reise führte uns von Faial über Flores und São Jorge nach Pico. Über die Großartigkeit des Insel-Seins hinaus (die Nähe von Bergen und Meer) hat jede dieser Inseln eine ihr eigene Textur: Von der beeindruckend schroffen Schönheit bizarrer Felsen der Lavaküsten und Vulkane (bspw. auf Faial und Pico) über das üppige Grün der Vegetation und facettenreiche Blau (kristallklares Wasser der Wasserfälle entlang der Steilküsten, Azur und türkisfarbener Schimmer des Atlantiks an den Kiesstränden) von Flores durch alte Lorbeerwälder zu den bezaubernden Fajãs auf São Jorge.

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Am Capelinhos auf Faial
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Stricklava an der Küste Picos
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An Flores' Steilküste mit Blick auf Fajã Grande
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Lagune auf Flores
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Moosbewachsener Hang auf Flores
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Durch die Caldeira de Cima zur Fajã dos Cubres, Sao Jorge
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So war die Besteigung des Pico am 12. Tag unserer Reise, wenngleich wir damit den höchsten Punkt Portugals erklommen hatten, (nur) ein Höhepunkt unter vielen dieser phantastischen Reise durch wunderbar hügelige Landschaften mit dem immer nahen Meer im Blick. Stets aufs Neue beeindruckend war die Ursprünglichkeit der Natur; oft fühlte ich mich während unserer Wanderungen an zwei Zeilen aus einem Gedicht des Argentiniers Borges erinnert: „Denn die Zeit dieses Orts / gehorcht keiner Ordnung.“ (Borges, The Cloisters) Überhaupt gefiel mir der entschleunigte Rhythmus, der das Inselleben noch weitgehend zu prägen scheint.

Wir hatten das Glück, 14 Tage herrlich warmes, sonniges Wetter mit oft klarem Himmel zu haben, unterbrochen nur von wenigen nebligen Stunden, denen wir, wie ich finde, eine ganz besondere Atmosphäre während unserer Wanderung um die Caldeira auf Faial verdanken, und einem kurzen, erfrischenden Schauer in Lajes do Pico. Was ich allerdings genauso wenig hätte missen wollen, ist das Wolkenspiel über den Inseln: Mit den durchbrechenden Sonnenstrahlen gab es immer wieder tolle Schlaglichter auf die Landschaft, wurden Farben und Formationen akzentuiert, die man noch kurz zuvor anders wahrgenommen hatte. Diesem Wolkenspiel verdankten sich auch schöne Augenblicke in der Zeit von Sonnenuntergang und blauer Stunde, währenddessen ich gern am Meer gesessen habe, um „dem Wind und Wasser zu lauschen, die zusammenklingen, / ohne die große Stille auch nur annähernd zu stören.“ (Miquel Martí i Pol, Der Leuchtturm) Mit den Gedichten des katalanischen Dichters Miquel Martí i Pol im (mentalen) Gepäck kann man sowieso wunderbar über die Azoren reisen und erinnert sich dann und wann beim Anblick der azoreanischen Schönheit einer seiner schönen, schlichten Zeilen:

"Ein sehr zartgliedriges Gewebe ist der Lichtschein"

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Capelinhos, Faial
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Am Porto Pim, Horta
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Von Ponta Delgada nach Fajã Grande, Flores
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Von Ponta Delgada nach Fajã Grande, Flores (mit Blick auf Corvo)
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Von Lajedo nach Fajãzinha, Flores
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Von Lajedo nach Fajãzinha, Flores
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Abfahrt von Madalena (Pico)

An diesem Ort kann die Zeit stehen bleiben,
und der Wind wäre der einzige Bewohner
so vielen Lichts"


– Miquel Martí i Pol, Cala Mesquida

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Lajes do Pico (mit wolkenverhülltem Pico)
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Lajes do Pico

"Alles ist hell und ruhig,
wenn man sich ohne jede Angst hinsetzt, angesichts
jenes Sonnenuntergangs, der sich unverhofft glühend
am Saum eines prächtigen Horizonts ankündigt,
und lernt, die wenigen Sätze zu bilden,
ohne sie auszusprechen, die zum Leben
wirklich notwendig sind."


– Miquel Martí i Pol, Die verwegene Langsamkeit ist eine

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Aldeia da Cuada, Flores


Wandern auf 4 Atlantikinseln

Reisezeitraum: 23.07.–05.08.2016
Ein Reisebericht von Alexandra Koch

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